Pünktlich zum „Internationalen Tag des Wälder“ wurden in der Forstgenossenschaft Meerdorf 5000 junge Bäume gepflanzt. Auf zwei kleinen Flächen von je einem halben Hektar Größe stehen jetzt Stieleichen,  Bergahorne, Kirschen, Ulmen, Erlen und Weißtannen. Die kahlen Flächen waren entstanden, weil Eichen, Buchen und vor allem Eschen abgestorben waren. Auch einige Stechpalmen (Baum des Jahres 2021) wurden entlang des Weges gesetzt.

„Die bunte Mischung soll den Wald widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen“, so Jochen Hansmann, ehemaliger Förster und Vorsitzender des Realverbandes. Es wurden nur standortheimische Baumarten gewählt, auch Roteichen oder Douglasien hätten sich angeboten,  diese Arten dürfen jedoch nicht verwendet werden, weil der Meerdorfer Wald ein sog. FFH – Flora-Fauna-Habitat) Gebiet ist.

Unter strenger Einhaltung der geltenden Hygieneregeln trafen sich, nachdem jeder einen Selbsttest durchgeführt hatte, die fleißigen Helfer jeden Morgen im Wald. Neben dem Vorsitzenden halfen Matthias Pollmann, der auch Mitglied der Forst ist sowie drei Studenten Michel Schelenz, Sebastian Spieler und Andreas Grünkeaus Wense, die jetzt schon  ein paar Jahre mithelfen und schon kleine Experten geworden sind. „Dies freut mich besonders“, bemerkt Jochen Hansmann, „dass junge Leute gegen  die Folgen des Klimawandels demonstrieren, ist wichtig, aber Bäume zu pflanzen ist noch besser.“

Für die Realisierung dieses Projektes gab es einen großzügigen Spender. Die Baumarktkette „Bauhaus“ beschloss, zum 60-jährigen Jubiläum die Pflanzung von einer Million Bäumen zu sponsern. Auch die Forst Meerdorf bewarb sich und hatte Glück. Die 12.000 Euro haben zwar nicht ganz gereicht, aber man leistete sich eine besonders bodenschonende Räumung der Fläche von Hand und ein umweltfreundliches Hordengatter aus Fichtenholz zur Einzäunung.

„Ich selbst werde natürlich nicht mehr erleben, dass hier in 60 Jahren stattliche Bäume stehen“, sinniert Hansmann, „ aber wenn mein Enkel Jannik dann mit seinen Enkeln im Wald spazieren geht, wird er ihnen hoffentlich einen kräftigen Mischwald zeigen können.“

Joachim Hansmann
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