Braunschweig. Vor 3.580 Zuschauern feierten die Braunschweiger Basketballer ihren dritten Heimsieg in dieser Saison. Mit 92:86 (44:44) konnten sie die Gießener 46ers um den MVP-Spieler John Bryant bezwingen. Dabei punkteten sechs Löwen-Spieler zweistellig und Scott Eatherton lieferte ein sattes Double-Double mit 19 Punkten und 15 Rebounds.

Eines vorweg der „Most Valuable Player“ (MVP) der letzten Saison wurde von den Löwen defensiv flexibel von mehreren Spielern oft gleichzeitig sehr gut abgeschirmt. Oft blieb ihm nur die Möglichkeit den Ball wieder aus der Angriffszone zu spielen, um seine Dreipunktschützen zu bedienen.

Nachdem das Spiel bis zur Pause sehr ausgeglichen gestaltet war, nutzten die Löwen hintenheraus ihre größere Rotation. Die Gäste spielten mit einer 8er-Rotation und hatten hierbei noch schwerpunktmäßig immer fünf hochbelastete Spieler auf dem Feld. Das sah bei den Löwen mit ihrer 10er-Rotation besser aus.

Die Löwen beherrschten insbesondere das Reboundspiel mit 48:25. Vor allem die 18 Offensiv-Rebounds war letztlich ausschlaggebend für den Sieg.

Ausgeglichenes Spiel vor der Pause

Während des ersten Viertels lagen die Löwen nach kurzer Spielzeit dauerhaft in Führung. John Bryant erzielte in der ersten Halbzeit nicht einen einzigen Punkt. Im zweiten Viertel kam ein kurzer Bruch ins Spiel, so dass die Gäste mit einem 12:0-Lauf auf 33:37 davonzogen. In dieser Phase drehte Jordan Barnett mit elf Punkten auf. Kurz vor der Pause konnte Löwen-Kapitän Tommy Klepeisz mit einem Drei-Punkt-Spiel ausgleichen.

Scott Eatherton gewinnt Center-Duell

Nach der Pause waren die Löwen in der Lage ihren beweglichen Center Scott Eatherton viel besser einzusetzen. Hatte er in den ersten beiden Vierteln noch Schwierigkeiten gehabt sich unter dem Korb gegen John Bryant durchzusetzen, wurde er jetzt viel besser in Szene gesetzt und punktete im dritten Viertel zweistellig. Für die Gießener hielt jetzt Stephen Brown dagegen, der mit insgesamt 20 Punkten erfolgreichster Akteur werden sollte. Die Löwen erarbeiteten sich insgesamt fast zehn Würfe mehr und konnten das Spiel im vierten Viertel trotz mäßiger Dreipunktquote (24%) sicher ins Ziel bringen. Die erste zweistellige Führung war bei 82:71 notiert. Zum Ende ließen die Löwen wieder etwas locker, so dass die Gießener noch auf einen Sechs-Punkte-Abstand verkürzen konnten.