Braunschweig. Am 13. Spieltag der BBL stellten die Basketball Löwen ihre hervorragende Verfassung eindrucksvoll unter Beweis. Mit 90:66 (56:29) schickten sie die Science City Jena zurück nach Thüringen und feierten den fünften Heimsieg in Serie. Zudem behaupteten sie dadurch den achten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoff-Spielen berechtigt.

In der erstmals in dieser Saison ausverkauften VW-Halle (3.603 Zuschauer) erspielten sich die Löwen bis zur Halbzeit einen beachtlichen Vorsprung von 27 Punkten. Dabei waren sie ihren Gästen sowohl in der Offensive alsauch in der Defensive überlegen. Immer wieder zwangen sie die Thüringer zu schwierigen Würfen. Im zweiten Viertel steigerten sie auch noch ihre Quote vom Perimeter. Bis dahin gab es wenig am Spiel der Löwen auszusetzen. Headcoach Frank Menz benötigte keine einzige Auszeit. Sein Gegenüber Björn Harmsen versuchte fünffach das Spiel seiner Akteure zu korrigieren.

Als das im dritten Viertel kurz Wirkung zeigte, traten Dennis Nawrocki und Shaquille Hines als Dreierschützen auf. Im letzten Viertel machten die Löwen den Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung perfekt.

Nach dem Jahreswechsel geht es am 2. Januar mit dem Nachbarschaftsderby bei der BG Göttingen weiter.

Statistik:

Viertelübersicht: 25:11, 31:18, 12:21, 22:16

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, besonders in der ersten Halbzeit. Die wichtigste Aufgabe für mich war es, den Fokus der Jungs hochzuhalten. Wir wussten wie stark Jena ist und was sie für eine Qualität haben. Uns war klar, dass wir nur gewinnen können, wenn wir mit der höchsten Intensität spielen und zwar 40 Minuten defensiv wie offensiv. Das haben wir soweit gut gemacht und unsere Würfe getroffen und damit in der ersten Halbzeit die Entscheidung herbeigeführt. Dann ist Jena gut aus der Halbzeit gekommen, da waren wir zwischendurch ein bisschen beeindruckt. Aber sie konnten das auf dem Niveau nicht bis zum Ende spielen. Die Jungs haben sich diesen tollen Jahresabschluss vor voller Halle verdient. Das ist eine unglaubliche Entwicklung hier. Jetzt ist Silvester, wir müssen aber den Fokus schon wieder auf das Spiel in Göttingen richten und im nächsten Heimspiel gegen Alba haben wir dann hoffentlich die Hütte wieder richtig voll.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „In der ersten Halbzeit hat uns Braunschweig überrollt, insbesondere mit ihrer Physis und Aggressivität. Da konnten wir nicht dagegenhalten. Bei uns ist überhaupt nichts gelaufen. Wir haben weder in der Defensive Stopps bekommen, noch in der Offensive Würfe. Wir hatten alleine im ersten Viertel sieben Turnovers. Das war eindeutig zu viel und wir waren dann verunsichert. Im dritten Viertel sind wir gut rausgekommen und sind nochmal herangekommen. Dann hat Braunschweig aber den Ball gut bewegt und zwei wichtige Dreier getroffen. Wenn wir nochmal auf 10 rangekommen wären, hätte das Spiel vielleicht nochmal kippen können, aber so hat Braunschweig verdient gewonnen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 3, Blake 8 (6 Rebounds), Figge 3, Lansdowne 16 (6 Rebounds, 3 Ballgewinne), Klepeisz 9 (6 Assists), Sengfelder 8, Koné 10, Hines 6, Rahon 7 (6 Assists, 3 Ballgewinne), Hübner n.e., Eatherton 17 (9 Rebounds), Lagerpusch 2.

Science City Jena: Mazeika 12 (4 Assists), Reyes-Napoles, Theis 3, Wolf (5 Rebounds), Jenkins 12, Jostmann n.e., Allen 2, Abrams 15 (5 Rebounds), McElroy 4, Joyce 4 (5 Assists), Heber, Mackeldanz 14 (11 Rebounds, 4 geblockte Würfe).