Würzburg. Die Löwen haben den Schwung aus dem Sieg gegen Brose Bamberg mitgenommen und mit 78:71 (40:43) bei den s.Oliver Würzburg gewonnen. Die Gastgeber, die in der Liga und ihren internationalen Spielen zuletzt vier Siege einfuhren, mussten sich aufgrund der Präzision der Löwen vom Perimeter geschlagen geben.

Löwen glauben an ihre Stärke

Besonders im dritten Viertel drehten die Löwen mit sieben erfolgreichen Dreipunktwürfen auf und machten schnell aus dem Pausenrückstand ein Zehn-Punkte-Führung (57:47). Schon zu Beginn zeigten sich die Löwen fokussiert. Nach dem Erfolgserlebnis gegen Brose Bamberg wollte das Löwen-Team seine Chancen nutzen. Und das gelang. Nach neun Minuten führten sie bereits mit 18:8 und hatten ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Bis zur Pause sank allerdings die Trefferquote bei den Löwen, so dass die Würzburger sogar in Führung gehen konnten. Dem starken zweiten Viertel konnten die Gastgeber aber gegen die konzentrierte Verteidigung der Löwen kein weiteres hinzufügen. Der Bamberger Coach hatte bei den Braunschweigern von einem „Shooter-Team“ gesprochen und genau diese Qualität wurde im dritten Viertel deutlich.

Gutes Teamspiel

So wird es für viele Teams schwer gegen die Löwen zu gewinnen. Denn wenn von außen die freien Würfe hochprozentig getroffen werden, müssen sich die Gegner mit ihrer Verteidigung darauf einstellen. Das wiederum eröffnet den Löwen die Möglichkeit ihren starken Center Scott Eatherton immer wieder ins Spiel zu bringen. Mit erneut 21 Punkten und 12 Rebounds stach er dadurch heraus. Aber die insgesamt 23 Assists sind ein deutliches Indiz dafür, dass die Löwen den Ball gut bewegt und ihre Spielzüge durchgesetzt haben.

Am kommenden Freitag, den 16. November um 20.30 Uhr kommt der Mitteldeutsche BC in die VW-Halle. Der MBC hat in Bremerhaven seinen ersten Sieg eingefahren, so dass es kein siegloses Team in der BBL mehr gibt. Und RASTA Vechta bezwang in der heimischen Arena den Vizemeister ALBA Berlin.

Viertel aus Löwensicht: 21:14, 19:29, 23:14, 15:14;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Der Sieg gegen Bamberg war für unser Selbstvertrauen sehr wichtig. Wir haben am Anfang der Saison teilweise hoch verloren, dadurch haben gerade unsere Rookies viel an Selbstvertrauen verloren. Heute haben wir alle daran geglaubt, dass wir eine gute Chance haben zu gewinnen. Wir wussten auch, dass wir die eine oder andere Durststrecke im Spiel überstehen können. Ganz wichtig ist für uns, dass unsere Verteidigung endlich greift. Wir haben heute defensiv eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir sind froh über unsere zwei Siege und können jetzt zuhause unsere Serie fortsetzen.“

Denis Wucherer (s.Oliver Würzburg): „Defensiv haben wir heute gut genug gestanden, um dieses Spiel zuhause zu gewinnen. Mit 21 Prozent Dreierquote wurde es aber schwierig, die Partie in der Offensive für sich zu entscheiden. Im vierten Viertel hat Braunschweig mit dem Selbstvertrauen der letzten Woche die wichtigen Würfe getroffen. Wir haben dumme Fehler gemacht, ich erinnere mich an zwei Schrittfehler und offene Korbleger, die einfach nicht fallen wollten. Diese Aktionen machen dann in so einem Spiel einfach den Unterschied, und dann verlierst du eben gegen ein gutes Braunschweiger Team.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 3, Blake 14 (4 Assists, 3 Ballgewinne), Figge, Lansdowne 12 (6 Assists), Klepeisz 3 (4 Assists), Sengfelder 5, Kovacevic n.e., Hines 9, Rahon 9 (4 Assists), Eatherton 21 (12 Rebounds), Lagerpusch 2.

s.Oliver Würzburg:
Olaseni (6 Rebounds, 3 Assists), Hulls 11, Richter 13 (5 Rebounds), Cooks 7, Loncar 7, Bowlin 8, Koch (6 Rebounds), Wells 12 (3 Assists, 3 Ballgewinne), Ellis 6 (6 Rebounds), Hoffmann n.e., Lösing 7.