Ludwigsburg. Am 23. Spieltag holten sich die Basketball Löwen ihren vierten Auswärtssieg und überraschten die favorisierten MHP RIESEN Ludwigsburg mit einer sensationellen Dreierquote. Im dritten Viertel trafen sie sechs Dreier in Serie und bauten ihren Vorsprung vorentscheidend aus. Letztlich gewannen sie verdient mit 104:94 (50:47) und kletterten auf den sechsten Tabellenplatz.

Nach den Aussagen von Headcoach Frank Menz war nach den zuletzt guten aber erfolglosen Auswärtsauftritten die mentale Komponente entscheidend. Den Mut immer wieder den Korb des Gegners zu attackieren und die Würfe in aussichtsreichen Situationen zu nehmen, spricht er seinen Akteuren aus. Mit über 100 Punkten in Ludwigsburg haben die Löwen nun auch auswärts den Durchbruch geschafft und sind mehr als je zuvor ein Playoff-Kandidat.

Im nächsten Heimspiel erwarten die Löwen mit dem Aufsteiger RASTA Vechta den Sensations-Dritten der BBL.

Die Viertel im Überblick: 20:23, 30:24, 34:22, 20:25

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Wir sitzen seit vielen Wochen nach jedem Spiel hier und sind überrascht über unsere Leistungsentwicklung, die wir im Saisonverlauf genommen haben. Wir freuen uns, dass das Ganze dann auch ohne Scott so gut funktioniert. In der Hinrunde sind wir von ihm [Scott Eatherton] und DeAndre Lansdowne getragen worden. Wir dachten, dass wir einen Ausfall dieser beiden Spieler nicht kompensieren können. Wir sind in den letzten Wochen immer dran gewesen, haben auswärts aber viele knappe Niederlagen kassiert und in Berlin, Jena und Gießen nur knapp verloren. Teilweise haben wir sehr gut gespielt und unglücklich verloren. Jetzt war es Zeit, mal ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Dass wir das heute hier in Ludwigsburg schaffen, ist natürlich ein ganz großer Erfolg.“

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Ich möchte Frank und der Mannschaft gratulieren. Braunschweig hat mehr Rebounds geholt, eine exzellente Dreier-Quote gehabt, den Ball gut bewegt und mehr Assists gespielt. Im dritten Viertel hatten sie einen Lauf, von dem wir uns nicht erholt haben. Unsere Verteidigung war natürlich nicht ganz optimal. Die Braunschweiger Guards haben uns im 1-gegen-1 und im Pick-n-Roll geschlagen. Sie haben unser Spiel gut gelesen und die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben so gut in Bayreuth gespielt – und heute leider auf der anderen Seite guten Teambasketball gesehen. Bei uns war das manchmal zu egoistisch. Das Ganze ist für uns ein langer Prozess. Wir müssen wieder zu unseren Basics zurückkommen und gegen Oldenburg, wenn wir eine Chance haben wollen, uns mehr als Mannschaft präsentieren.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Blake 18 (5 Rebounds), Figge, Lansdowne 26 (4 Assists), Klepeisz 16, Sengfelder 18 (12 Rebounds), Kovacevic n.e., Koné 4, Hines 11 (6 Rebounds, 3 Assists, 2 geblockte Würfe), Rahon 8 (7 Assists), Eatherton n.e., Lagerpusch 3.