Braunschweig. Das Nationalmannschaftsfenster ist nicht so verlaufen wie sich das die Löwen vorgestellt hatten. Lukas Meisner verletzte sich in der Vorbereitung der deutschen Mannschaft so schwer, dass er den Löwen aufgrund seiner Schulterverletzung in dieser Saison sportlich nicht mehr zur Verfügung steht. Die Hauptrunde der BBL muss bis zum 8. Mai beendet werden. Das bedeutet für die Löwen nach zwei Quarantäne-Pausen, dass sie bis dahin noch 19 Meisterschaftsspiele zu bestreiten haben. Zum Auftakt in diese Saison-Intensivphase stehen zwei Niedersachenderbys bei EWE Baskets Oldenburg (28. Februar) und in der VW-Arena gegen BG Göttingen (3. März) an.

Mit großem Stolz entsandten die Basketball Löwen ihr Kapitäns-Duo Karim Jallow und Lukas Meisner zur deutschen Nationalmannschaft, die in zwei bedeutungslosen Spielen der Euro-Qualifikation sowohl gegen Großbritannien (81:83) alsauch gegen Montenegro (75:81) unterlagen. Da die deutsche Mannschaft als Co-Gastgeber der Europameisterschaft sowieso qualifiziert ist, galt es lediglich sich im Kreise der Nationalmannschaft einen Stellenwert zu erarbeiten.

Löwen im Nationalteam

Diesen hat sich Martin Peterka für sein Heimatland Tschechnien -ebenfalls Co-Gastgeber der Europameisterschaft- schon erarbeitet. Löwen-Neuzugang Arnas Velicka qualifizierte sich mit dem litauischen Team in letzter Sekunde durch einen 77:76-Erfolg gegen Dänemark für die Europameisterschaft, die durch die Corona-Krise im Zuge der Olympia-Verlegung erst im Spätsommer 2022 durchgeführt werden soll. In Deutschland – Gastgeber zusammen mit Tschechnien, Georgien und Italien – wird dann eine Hauptrundengruppe in Köln und die Finalrunde in Berlin ausgespielt.

Benedikt Turudic für die Center-Position

Die Verletzung von Lukas Meisner spielt den Basketball Löwen nun alles andere als in die Karten. Denn in seiner Rolle als Co-Kapitän zusammen mit Karim Jallow hatte er eine absolute Führungsrolle inne, die sich auch zunehmend in seinen Statistiken zeigte. Mit der Verpflichtung von Arnas Velicka als Pointguard für Bryon Allen und Center Benedikt Turudic vom Mitteldeutschen BC wollten sich die Basketball Löwen verstärkt in die Restsaison begeben.

Löwen trotzen den Umständen

Allerdings hat das Team um Headcoach Pete Strobl schon mehrere Rückschläge in dieser Saison verkraftet und zuletzt auch mit einem stark dezimierten Kader Erfolge gegen RASTA Vechta und ratiopharm Ulm gefeiert. Es bleibt also abzuwarten mit welcher Intensität und Energie die Löwen in einem eng abgesteckten Terminplan auf dem Parkett agieren werden. Die Integration der beiden neuen Hoffnungsträger gepaart mit weiteren Energieleistungen der Spieler aus der zweiten Reihe sollte zumindest in dieser Corona geplagten Saison für einen gesicherten Mittelfeldplatz hinter den Playoff-Rängen reichen.

Wenn dann auch noch gewisse Öffnungsperspektiven zur schrittweisen Rückkehr von Zuschauern und Gästen greifen, kann diese in vielen Bereichen defizitäre Saison vielleicht doch noch einen versöhnlichen Abschluss finden.

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