Ludwigsburg. Bei den RIESEN, die bisher nur ein Meisterschaftsspiel in Oldenburg verloren hatten, gab es am Sonntagnachmittag für die Basketball Löwen nichts zu holen. Sie unterlagen mit 77:91 (43:48) und verloren damit auch das dritte Auswärtsspiel in Serie. Trotz einem kleinen Übergewicht im Rebound-Spiel reichte es nicht aus, da die Dreierquote mit 20 Prozent zu gering ausfiel. Zudem leisteten sich die Löwen zu viele Ballverluste. Scott Eatherton mit 18 Punkten und „Tommy“ Klepeisz mit 16 Punkten waren am erfolgreichsten.

Bei den RIESEN waren die Löwen vor zwei Monaten noch erfolgreich gewesen. Sie gewannen dort ihr Pokal-Achtelfinalspiel mit 90:87. Aber das Team von Headcoach John Patrick hat sich seitdem wie jede andere BBL-Mannschaft weiterentwickelt und sich vor allem noch einmal verstärkt. Der vielseitige Guard Marcos Knight ist zurückgekehrt und geht seit Ende Oktober wieder für die RIESEN auf Korbjagd.

Verstärkung für die RIESEN

In den sechs Spielen, die er seitdem bestritten hat, haben die Ludwigsburger nicht mehr verloren. „Marcos Knight ist ein großartiger Spieler. Er ist stark, hat besondere Fähigkeiten und Erfahrung, kämpft und hat eigentlich keine richtige Position“, beschreibt der Löwen-Headcoach Pete Strobl den 1,88 Meter großen US-Amerikaner, der mit 17,2 Punkten, 4,3 Rebounds, 3,3 Assists und 2,7 Steals aktuell der effektivste (19,2) Spieler im Patrick-Team ist.

Die Löwen waren gleich gut im Spiel und es wurde deutlich, dass sich das Strobl-Team viel vorgenommen hatte. Nach fünf Minuten lagen sie mit 15:10 in Führung und knüpften an den Sieg im Pokal an gleicher Austragungsstätte an. Sie erhöhten auf 20:14 mussten dann aber einen 12:3-Lauf der Gastgeber zulassen, so dass diese das Viertel doch noch für sich entscheiden konnten. Das zweite Viertel verlief weitestgehend ausgeglichen, zu einem Führungswechsel kam es allerdings nicht.

Nachdem die Löwen teilweise mit bis zu acht Punkten im Rückstand waren, kamen sie zum Ende des dritten Viertels dennoch auf 61:62 heran. Im Abschlussviertel zeigten die RIESEN ihr gegenwärtiges Spitzenniveau und ließen den Löwen, die nicht mehr zulegen konnten, keine Chance. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Löwen stabilisieren und auch wieder in der Lage sein werden, eine erfolgreiche Crunchtime zu spielen.