Klimademo in Braunschweig

Schüler*innen und Studierende demonstrieren in Braunschweig für das Klima – diesmal auf dem Fahrrad!

Am Freitag den 12. Juli gehen in Braunschweig und ganz Deutschland wieder Schülerinnen und Schüler, Studierende und junge Menschen unter dem Motto Fridays for Future für mehr Klimaschutz und eine konsequente Klimapolitik auf die Straße.

Dieses Mal werden sich die Demonstrant*innen in Braunschweig um 12 Uhr auf dem Schlossplatz treffen und sich von dort aus auf Fahrrädern den östlichen Ring entlang und durch die Innenstadt bewegen. Damit wird auf die Problematik eines erhöhten Verkehrsaufkommens in der Stadt und die Dringlichkeit einer Wende vom motorisierten Individualverkehr zum Radverkehr (und ÖPNV) hingewiesen.

In den vergangenen zwei Wochen haben sich sowohl an der TU Braunschweig als auch an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Hochschule Ostfalia Studierende der Fridays for Future-Bewegung angeschlossen und die Gruppe Students for Future Braunschweig gegründet. Auch die Studierenden wollen in großer Zahl an der Fahrraddemo teilnehmen.

Umstieg aufs Fahrrad

Nils Kramer, 20, Bachelor Chemie, TU Braunschweig: „Die Demonstrationen in Aachen und Hannover haben mich noch mehr dazu motiviert, mich weiterhin an den Fridays for Future Protesten zu beteiligen. Mit der Fahrraddemo möchten wir Autofahrer*innen einen Spiegel vorhalten und sie dazu bewegen, ab jetzt aufs Rad umzusteigen. Wir möchten bewirken, dass das Fahrrad in Zukunft das am meisten genutzte Verkehrsmittel in Braunschweig wird.“

Am Donnerstag den 11. Juli findet zudem um 15 Uhr eine Vollversammlung der Studierenden an der TU Braunschweig statt. Dort soll beschlossen werden, als gesamte Studierendenschaft die Forderungen der Braunschweiger FFF-Ortsgruppe zu unterstützen. Darüber hinaus werden eigene Forderungen der Studierenden, die sich an das Präsidium der TU Braunschweig richten, zur Abstimmung gestellt. Diese zielen auf eine flächendeckende Implementierung des Umwelt- und Klimaschutzes in der Forschung, der Verwaltung und im Unialltag.

Am 5. Juli fand die niedersachsenweite Klimademonstration in Hannover statt. Ungefähr 5.000 Schüler*innen und Studierende versammelten sich dort, um zu verdeutlichen, dass Umwelt- und Klimaschutz Belange sind, die von der Politik auch auf Landesebene effektiv angegangen werden müssen.

Erst zwei Wochen zuvor waren in Aachen am 21. Juni 40.000 Menschen aus ca. 17 verschiedenen Ländern zusammen gekommen, um die Politik zu einem konsequenten Vorgehen gegen die menschengemachte Klimakrise zu bewegen. Auch über die Sommerferien werden die jungen Menschen der Fridays for Future-Bewegung ihre Proteste fortsetzen.

Amelie Sattrup, 16, Neue Oberschule: „Trotz des frühen Aufstehens, der langen Fahrt und der leider viel zu kurzen Aufenthaltszeit, hat sich die Demo in Aachen voll gelohnt. Die Energie der 40.000 Menschen, der Redenden und Bands hat mir den Antrieb und die Lust gegeben, mich mehr beziehungsweise weiterhin zu informieren und jetzt hoffentlich auch im Orga-Team von FFF Braunschweig zu engagieren.“

Forderungspapier an Oberbürgermeister

Am 3. Mai hat die Ortsgruppe Fridays for Future Braunschweig offiziell ihr Forderungspapier an den Oberbürgermeister Markurth übergeben. Das Forderungspapier besteht aus einer Präambel, Visionen für Braunschweig und einem Maßnahmenkatalog. Die Forderungen wurden mit Unterstützung von Wissenschaftler*innen, Umweltverbänden und Expert*nnen aus Politik und Verwaltung erarbeitet.

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament streikt, gehen seit Monaten junge Menschen in ganz Deutschland und weltweit auf die Straße. In ihrem Forderungspapier fordern die Demonstrierenden der deutschen Fridays for Future-Bewegung die Einhaltung des 1,5º-Ziels und konkret für Deutschland den Kohleausstieg bis 2030, eine 100-prozentige Versorgung durch erneuerbare Energie und das Erreichen von Nettonull bis 2035 sowie eine CO2-Steuer.

Bei der bisher größten, internationalen Fridays for Future-Demonstration am 15. März gingen über 300.000 Schülerinnen und Schüler, Studierende und junge Menschen deutschlandweit und fast zwei Millionen Demonstrierende weltweit für eine konsequente Klimapolitik auf die Straße.

Inzwischen gibt es deutschlandweit über 500 aktive Ortsgruppen der Bewegung.

Julia Stilke

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