Stippvisite in Cremlingen, von Dieter R. Doden

Wie die Überschrift schon verrät, Cremlingen hat viel zu bieten. Ideales Ziel also für einen kleinen Besuch. Der Ort Cremlingen liegt dort, wo sich die Autobahn A39 und die Bundesstraße B1 kreuzen und ist das Zentrum der Einheitsgemeinde gleichen Namens und somit der Verwaltungssitz.

Wichtige Handelsstraße von Köln nach Magdeburg

Blickpunkt des Ortes ist die monumentale Pfarrkirche St. Michael. Der beeindruckende Sakralbau wurde 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter mögen hier die Reisenden Station gemacht haben. Cremlingen lag an der wichtigen Handelsstraße, die von Köln nach Magdeburg führte. So kam das Getreide von den Cremlinger Feldern in alle Lande. Kenner werden schnell feststellen, dass der Kirchbau sowohl spätgotische wie auch romanische Stilelemente enthält. Erst in jüngster Zeit wurde die Kirche aufwendig saniert und seither erstrahlt sie in neuem Glanz. Schlendern Sie einfach einmal um sie herum. Sie ist quasi eingebettet in sattes Grün. Eine Augenweide.

Rund um St. Michael stehen imposante Bauernhöfe. Schlendern Sie durch die Straßen „Glue Winkel“ und „Im Dorfe“. Riskieren Sie einen Blick in die oft weiträumigen Innenhöfe. Es lohnt. Nicht weit entfernt lädt ein Hofladen zum urgesunden Shoppen ein. Im Hofcafé lassen Sie sich für eine Mußestunde nieder und nach Herzenslust verwöhnen.

34 Grad warme Thermalquelle

So gestärkt, machen Sie sich dann auf in die Herzogsberge, die Sie am westlichen Rand von Cremlingen finden. Der ehemalige Truppenübungsplatz birgt ein Geheimnis. Im 20. Jahrhundert entdeckte man hier eine 34 Grad warme Thermalquelle. Auch heute noch sprudeln hier stündlich 7.600 Liter salzhaltiges Wasser an die Oberfläche. Leider bleibt das Wasser ungenutzt. Hätte es aber das Schicksal mit Cremlingen anders gemeint, wer weiß, vielleicht wäre der Ort heute ein mondänes Kurbad. Aber auch ohne Badebetrieb kann man sich hier im Ort Cremlingen wunderbar vom Alltagsstress erholen. Probieren Sie es einfach mal aus.