Eine neue Ausstellung wurde jetzt feierlich im Rathaus Lehre eröffnet. Noch bis 4. Februar sind unter dem Titel „Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus“ 32 informative Tafeln der Arbeitsgruppe Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft zu sehen. Ein Höhepunkt im Rahmen der Ausstellung war eine Lesung von Jürgen Gückel.

Bei der Ausstellungseröffnung begrüßte als Vertreterin des Gemeindebürgermeisters die Ratsvorsitzende Edelgard Hahn die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, bevor nach einem kurzen Schweigen in Gedenken an die Opfer, Harald Schraepler als Sprecher der AG und Initiator der Ausstellung das Wort ergriff. Zwar sei diese Zeit nur ein kurzer Abschnitt der 800-jährigen Geschichte des Landes Braunschweig gewesen, aber ein besonders leidvoller: „Die Jahre 1933 bis 1945 waren zwölf schwierige und furchtbare Jahre. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger und auch Schulklassen, sich die Ausstellung ansehen und sich auf diese Weise mit der Geschichte dieser Zeit auseinander setzen. Wir sind alle aufgerufen, dazu beizutragen, dass solche Verhältnisse nie mehr in Deutschland eintreten.“

Bei der Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung las der Autor Jürgen Gückel aus seinem Buch „Klassenfoto mit Massenmörder“. Nach kurzer Einführung in die Thematik vom Bürgermeister der Ortschaft Stederdorf, Holger Hahn, der die Schirmherrschaft für die Lesung übernommen hat, ging es später um den Lehrer Artur Wilke, der später wegen Beihilfe von rund 6.600 Morden mitten im Unterricht verhaftet, aber nur zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Im Ort war er als Mann von „Tante Doktor“ bekannt.

Für die Gemeinde hat der Autor auch ein Exemplar signiert, dieses kann nach der Wiedereröffnung in der Gemeindebücherei ausgeliehen werden.

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