Der Neujahrsempfang des DEHOGA-Kreisverbandes Braunschweig zählt traditionell zu den herausragenden in der Region. Nicht zuletzt deshalb, weil die gastronomischen Betriebe der Region sehr zum besonderen Lebensgefühl der Menschen beitragen. Und diese Betriebe sind nun einmal im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) organisiert.  Vorsitzender des Kreisverbandes Braunschweig ist Bernd Weymann, Inhaber der „Wendezeller Stuben“. Der begrüßte am Montag (6. Januar) rund 220 Gäste aus allen Bereichen der Gesellschaft.

Und sie kamen gern. Diesmal dabei der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, IHK-Präsident Helmut Streiff, die Landtagsabgeordneten Carsten Müller (CDU), Dunja Kreiser (SPD) und Susanne Schütz (FDP), Carsten Ueberschär von der Volksbank BraWo, Gastronom Eckehard Ossada und Prinz Raijko I., weltlich Srdan Rajkovic.

Foto von der Ehrung des Gastronomen Eckehard Ossada
Beim DEHOGA Neujahsrempfang wurde der Gastronom Eckehard Ossada für sein herausragendes Engagment von Oberbürgermeister Markurth und DEHOGA Vorsitzenden Weymann geehrt.

DEHOGA fordert Steuergerechtigkeit

Aber sie alle bekamen nicht nur freundliche, sondern auch deutliche Worte zu hören. So forderte Weymann von der Politik Steuergerechtigkeit. Es könne doch nicht sein, dass Supermärkte für Speisen 7 Prozent Steuern zu zahlen hätten, die Gastronomen aber 19 Prozent. Hierfür äußerte Ulrich Markurth volles Verständnis, denn auch die Schulverpflegung der Stadt müsse auch voll versteuert werden. Markurth rief dazu auf, diese Problematik parteiübergreifend anzugehen.

Autofreie Innenstädte für mehr Lebensqualität

Was auch für die Lebensqualität in den Städten gelte, so Markurth. Autofreie Innenstädte seien kein Grund für Kontroversen, sondern eine Frage der Notwendigkeit und wenn es um Lebensqualität ginge, spiele die Gastronomie nun einmal eine relevante Rolle.

Ein weiteres bedeutendes Thema sei die Aktion „Porzellan statt Plastik“. Aktuell sammelt DEHOGA Unterschriften, um die Politik zu motivieren, stärker aktiv zu werden. Und das gelte auch für die Gastronomen. Respektive in der Frage der Nachwuchsförderung und der Fachkräftesuche. Immer mehr Betriebe würde ihre Leistungen wegen des Fachräftemangels einschränken müssen, so Bernd Weymann. Mit Konzepten von gestern könne man morgen nicht mehr erfolgreich sein, so ALBA-Geschäftsführer Mathias Fricke, der damit motivieren wollte, neue Wege zu suchen und zu nutzen.

Foto der Diskussionsrunde beim DEHOGA Neujahrsempfang
Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Gastronom Bernd Weymann, Moderator Mark Alexander Kraak, Matthias Fricke und Dr. Volker Lang diskutierten über die Belange der Gastronomie.

Gemeinsam gegen Plastikflut

Fricke betonte auch, dass es in Deutschland zu wenig Ressourcen gäbe, um der Plastikmüll-Flut Herr zu werden. Deswegen rief er auch alle auf, als Multiplikatoren im Dienst der guten Sache mitzuhelfen, das Problem zu lösen.

Abschließend bat Moderator Mark Alexander Kraak Oberbürgermeister Markurth und Gastronom Weymann um ihre Wünsche für das Jahr 2020. Markurth betonte eine neue Bescheidenheit. Ruhig einmal zufriedener zu sein mit dem, was man habe und mehr die Gemeinsamkeiten in der Region zu fördern. Daran schloss sich Bernd Weymann gern an und brachte zum Ausdruck, dass er seiner Branche den Erhalt der Wirtschaftskraft wünsche. Und dafür gehöre nun einmal gutes Essen und eröffnete das Büffet.

Drei "Schwergewichte" aus der Region: Mike Hübner, Carsten Müller und Uwe Schäfer
Mike Hübner, Carsten Müller und Uwe Schäfer.
Foto der Landtagsabgeordneten Dunja Kreiser aus Evessen
Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser.                                                                        Fotos: RUNDSCHAU

 

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