Top, die Wette gilt! Liegen die Kritiker der Braunschweiger Eintracht richtig, oder hat Trainer Daniel Meyer Recht, der weder psychologische Betreuung für sein Team benötigt, keine Nervosität ausmacht und überzeugt ist, dass alle Weichen richtig gestellt sind? Heute Abend gegen 20:18 Uhr werden wir es wissen. Dann dürfte die Partie des 22. Spieltags in Liga 2 gegen den Tabellenelften Jahn Regensburg abgepfiffen werden. Haben die Löwen dann einen Dreier eingefahren, egal wie, dann hat der Trainer alles richtig gemacht. Reicht es nur für ein Unentschieden, oder kommt gar eine Niederlage heraus, dann muss sich Daniel Meyer damit beschäftigen, dass man ihm wegen ausbleibender Erfolge unterstellt, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben.

Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Offensive. Die Eintracht steht da am Ende der Liga. 19 Tore in 21 Begegnungen, das ist – man muss nicht d’rum herumreden – zu wenig. Die simple Fußballer-Weisheit heißt, immer ein Tor mehr zu schießen als der Gegner.

Mit Nick Proschwitz, Fabian Kaufmann, Dong-won Ji, Marcel Bär und Souleiman Abdullahi ist der Löwen-Sturm nominell alles andere als jung und unerfahren. Jeder Einzelne hat bewiesen, vielleicht bis auf Abdullahi, dass er liefern kann. Neuzugang Ji bringt dazu noch Spielkultur mit, an der es seit langer Zeit fehlt. Also, das Mahl ist gerichtet.

Steht Kobylanski in der Startelf?

Doch die Zutaten sind offensichtlich noch nicht optimal aufeinander abgestimmt. Spielt der Proschwitz in der Box, wie die Medien den Strafraum neudeutsch nennen, dann muss er von den Außenpositionen bedient werden. Doch die blau-gelbe Flankenqualität hat noch Optimierungspotenzial. Wie auch die Standards Freistöße und Ecken. Besonders hier macht sich das Fehlen Martin Kobylanskis schmerzhaft bemerkbar.

Der schmort seit Wochen auf der Bank. Was sicherlich seinen Grund hat. Daniel Meyer betont, dass bei seiner taktischen Ausrichtung der 10er auch einmal hinten runterfällt, nicht benötigt wird.

Kobylanski erzielt am 26. Spieltag per Elfmeter das 2:0 gegen Uerdingen
Ob Martin Kobylanski, hier in einem Spiel gegen Uerdingen, die Löwen-Offensive beleben wird, verriet Daniel Meyer in der Pressekonferenz nicht. 

Es ist auch gut möglich, dass der „Koby“ ein sensibler Spieler ist, der ein bestimmtes Umfeld benötigt, um liefern zu können. So wie in der Rückrunde der vergangenen Saison, als der Techniker die Eintracht quasi im Alleingang in die 2. Liga geschossen hat. Wer auf solche Qualitäten verzichten kann, der muss gute Alternativen haben.

Regensburg seit fünf Spielen unbesiegt

Laut Daniel Meyer ist die Eintracht da aber gut aufgestellt. Schließlich haben die Löwen in den vergangenen Spielen viel Gutes gezeigt. Man sei topfit, keinesfalls missgestimmt, der Druck sei da, klar, aber keine besondere Belastung. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Ein Muss ist aber der Dreier gegen Regensburg. Denn der Jahn auswärts ist keine Herausforderung, die unlösbar scheint. Im Gegenteil, erst zwei Siege und nur acht Tore in fremden Arenen, lassen die Hoffnung keimen, dass die Löwen endlich wieder einen Sieg einfahren können. Der immens wichtig wäre, sollten andere Kellerkinder ihre Hausaufgaben meistern. Allerdings ist der Jahn seit fünf Spielen unbesiegt, hat im Pokal sogar Erstligist 1 FC Köln rausgekickt.

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Nürnberg tritt am Sonntag in Karlsruhe (Tabellenfünfter) an, Osnabrück empfängt schon am Samstag Heidenheim (8.), Sandhausen spielt zeitgleich in Paderborn (10.). Schlusslicht Würzburg erwartet am Sonntag Tabellenführer HSV.

Für die Löwen folgen nach der Partie gegen Regensburg zwei weitere Schicksalsspiele: Sonntag, 28.02. beim 1. FC Nürnberg, Sonntag, 7.03. kommt Sandhausen nach Braunschweig. Da ist jeder weitere Kommentar überflüssig.

Trotz aller unterschiedlichen Positionen in der Betrachtung der Spiele, wir wünschen den Löwen viel Erfolg heute Abend. Unser Tipp: 3:0 für die Eintracht. Torschützen Ji und zweimal Kobylanski.

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