Bei Drittligist Eintracht Braunschweig ist Krise jetzt manifestiert. In einer Pressemeldung verkündete der Verein die sofortige Beurlaubung von Cheftrainer Christian Flüthmann und begründet das mit der sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen. Dabei hat vor allem Manager Peter Vollman stets verkündet, man müsse die Ruhe bewahren, im Grunde sei alles im grünen Bereich. War aber wohl nicht so gemeint. Hinter der Kulisse rumorte es ob der schwachen Leistungen seit der Heimniederlage gegen Rostock Mitte September heftig. Nur ein Sieg aus acht Spielen, das war also nicht nur für die Fans zu wenig. Kaum hatte Präsident Sebastian Ebel verkündet, er werde trotz seiner Ankündigung bei der vergangenen Mitgliederversammlung , nicht wieder anzutreten, doch erneut kandidieren, brennt es schon wieder im Gebälk des Traditionsvereins. 

Die Krise hält an. Nun darf man gespannt sein, welchen Trainer die Löwen jetzt kurzfristig aus dem Zylinder zaubern. Erst war ihnen der Andrè Schubert wegen seiner spezifischen Art nicht genug, jetzt kann der völlig anders geartete Christian Flüthmann den Anforderungen ebenfalls nicht entsprechen. Da wird doch nicht Herr Vollmann in die Bresche springen, oder?

Keine Stabilität

Offensichtlich ist es Christian Flüthmann nach dem tollen Saisonauftakt nicht gelungen, der Mannschaft eine Richtung zu geben. Die Verpflichtung von Kammerbauer und Goden haben die Mannschaft nicht verstärkt, was aber auch daran liegen kann, dass der U20-Nationalspieler Goden ja so gut wie gar nicht spielen durfte. Und die Talente Amade und Bürger schonmal gar nicht.

Gut möglich, dass das Duo Flüthmann/Vollmann doch nicht so miteinander harmonierte, wie man es nach versucht hat zu vermitteln. 

Hier die Presseinformation des Vereins: 

Nach intensiver Analyse der aktuellen Situation, insbesondere der sportlichen Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Wochen, haben die Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig die Entscheidung getroffen, sich von Chef-Trainer Christian Flüthmann zu trennen. Der Entschluss ist mit reiflicher Überlegung und dem nötigen Abstand zum letzten Pflichtspiel in Münster getroffen und Christian Flüthmann in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt worden.

„Wir sehen die Risiken, aber auch die Chancen, die hinter so einem bedeutsamen Wechsel auf der Position des Chef-Trainers stehen. Die Entwicklung der Mannschaft verlief zuletzt nicht wie gewünscht und wir alle sind nach Abwägung aller Argumente nicht mehr zu der Überzeugung gekommen, dass Christian Flüthmann die Wende mit der Mannschaft schaffen wird. Wir schätzen Christian sowohl menschlich als auch fachlich und danken ihm für seine geleistete Arbeit. Wir wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Gute“, so Eintrachts Sportdirektor Peter Vollmann.