15. Spieltag in Liga 2. Eintracht Braunschweig empfing den Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf, die immer besser in Form kommt und mit Macht zurück ins Oberhaus will. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge wollten die Fortunen ihre Siegesserie fortsetzen, um zum Tabellenzweiten VfL Bochum punktemäßig aufzuschließen. Doch dafür reichte es nicht. Nach 93 unterhaltsamen Minuten hieß es 0:0, weil die Eintracht ein neues Gesicht zeigte. Statt haarsträubender Fehler Konzentration und Einsatzbereitschaft. Was nicht zuletzt am neuen Mann Brian Behrendt lag, der seine Mannschaftskameraden lautstark zu einer besonnenen Leistung dirigierte.

Daniel Meyer stellte seine Startformation um und bewies Mut zur Offensive. Im Tor wie gehabt Fejzic, Behrendt auf der rechten in der Dreier-Abwehrreihe, Wydra in der Mitte und Nikolaou links. Im kompakten Mittelfeld sorgten Kammerbauer, Kroos, Schlüter und Kobylanski für Ordnung, während Proschwitz und Abdullahi Druck auf das gegnerische Tor ausüben sollten.

Sichere Defensivreihe

Die Anfangsphase der Partie kontrollierten die Löwen mit Übersicht, einem genauen Spiel, auch wenn es nicht gleich zu hochkarätigen Chancen reichte. Nach knapp zehn Minuten zeigten die Gäste, dass sie warm geworden waren. Binnen weniger Sekunden hatte der bullige Karaman zweimal angedeutet, dass er ein brandgefährlicher Stürmer ist, den man keine Sekunde aus den Augen lassen darf. Aber die Braunschweiger Defensive stand sicher.

Brian Behrendt gibt lautstark Anweisungen
Zeigte ein gutes Debüt: Brian Behrendt.                         Fotos: Susanne Hübner

Auch, als Düsseldorf mehr und mehr die Spielkontrolle übernahm. Sie hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz und ließen die Kugel teilweise punktgenau durch die eigenen Reihen laufen, aber trotz ihrer quirligen Angriffsabteilung kam dabei wenig Zwingendes heraus.

Gutes Spiel, wenig Chancen

Auf beiden Seiten gab es zwei, drei Ansätze zum Torerfolg, aber beide Abwehrreihen waren auf der Hut.  Und so ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.

Und im Grunde war die zweite Halbzeit ein Abbild der ersten. Düsseldorf feldüberlegen ohne drückende Zielstrebigkeit, Eintracht aufmerksam und stets auf Konter lauernd. Das kostet Kraft. Mit zunehmender Dauer war erkennbar, dass sich auf beiden Seiten Unkonzentriertheiten und Nachlässigkeiten einschlichen.

Das äußerte sich vor allem in den Zweikämpfen. War der erste Durchgang noch kartenlos, gab es im zweiten noch sechsmal Gelb. Nicht immer böser Vorsatz, sondern manchmal einfach wegen der nachlassenden Kräfte.

Beide Trainer versuchten mit Wechseln dem Spiel ihrer Mannschaft neue Impulse zu geben. Das klappte auf Düsseldorfer Seite besser als bei den Löwen. In der 62. Minute brachte Uwe Rösler Pledl für Petersen und Iyoha für Borello, der in der ersten Halbzeit eine bärenstarke Partie zeigte.

Abdullahi verbessert, aber immer noch nicht gut

In der 72. reagierte auch Meyer und nahm Abdullahi vom Platz. Für ihn kam Bär. „Manni“ zeigte sich zwar verbessert gegenüber seinen letzten Einsätzen, wirkte aber immer noch nicht integriert. Geht seine Entwicklung in diesem Tempo weiter, dann dürfte er zum Ende der Saison seinen Höhepunkt erreichen.

Um die 74. Minute herum waren die Löwen noch einmal oben auf. Aber für herausgespielte, gute Chancen reichte es nicht. Und von der Seitenlinie peitschte Rösler seine Elf zum Endspurt. Doch die Löwen-Abwehr wackelte nicht und ließ nichts mehr zu.

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Vielleicht wäre mit etwas mehr Mut sogar mehr drin gewesen, doch die Fortuna ist allemal keine Laufkundschaft. Das 0:0 gegen den Bundesliga-Absteiger können die Niedersachen weitaus eher als Erfolg buchen als die Gäste.

Auf nach Würzburg – zum ersten Auswärtssieg

Behrendt zeigte ein gutes Debüt. Ihm unterliefen nur wenige Fehler und seine lautstarke Ansage ließ Unkonzentriertheiten erst gar nicht zu. Gut so. Mit dieser Leistung sind die Hoffnungen auf den ersten Auswärtssieg beim Schlusslicht Würzburger Kickers gewachsen (Freitagabend, 18.30 Uhr). Und kommen noch weitere Akteure vom Kaliber des Defensivspezialisten, dann dürfte die Eintracht weiteren Favoriten das Fürchten lehren. Genau so wollen die Fans ihr Löwen-Rudel sehen.

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