Auch am zweiten Tag der FedCup-Begegnung zwischen Deutschland und Weissrussland hatten die Gastgeberinnen „nicht zu bestellen“. Das dritte Einzel zwischen Laura Siegemund und Aryna Sabalenka ging genauso verloren wie die abschließende, bedeutungslose Doppel-Partie Anna-Lena Grönefeld/Mona Barthel gegen Victoria Azarenka/Lidziya Marozava. Somit zieht Weißrussland mit einem 4:0 in die nächste Runde des FedCups, in der das Team auf den Sieger der Partie Australien gegen USA trifft. Kein Spiel gewonnen, dennoch gab es auch Positives aus deutscher Sicht – von allen Seiten haben der DTB und Braunschweig Lob bekommen.

Der Verlauf des zweiten Tages in der Braunschweiger VW-Halle ist schnell erzählt; der deutsche Teamchef, Jens Gerlach, hatte sich für Laura Siegemund als Gegnerin von Aryna Sabalenka entschieden, um dem schnellen und offensiven Spiel der Weißrussin erfolgreich begegnen zu können.

Laura Siegemund verliert 1:6, 1:6

Die Deutsche hatte mit ihrer Spielweise und ihrer taktischen Ausrichtung tatsächlich mehr Gegenwehr zu bieten als man das wohl von Tatjana Maria erwartet hatte. Trotz der Gegenwehr blieb es am Ende bei einem 6:1 und 6:1 für die weißrussische Favoritin, die ihrer Gegnerin allerdings in der Pressekonferenz bescheinigte, eine sehr starke Partie gespielt zu haben.

Somit blieb es dem deutschen Doppel mit Anna-Lena Grönefeld und ihrer Partnerin Mona Barthel überlassen, den Ehrenpunkt für das deutsche Fed-Team zu holen. Das Ergebnis von 1:6, 6:0 und 9:11 im Matchtiebreak bedeutete zwar doch das 0:4 der Mannschaft, aber auch hier zeigte das deutsche Doppel bis zum Ende den Willen, als Sieger vom Platz zu gehen.

Am Ende kein Glück

Die starke Leistung im zweiten Satz, der mit 6:0 klar gewonnen wurde, hielt im Tiebreak nicht an, denn die Führung wechselte häufig und die Weißrussinnen hatten letztlich das Quentchen Glück, um den dritten Satz zu gewinnen und damit den Endstand von 4:0 klar zu machen.
Das Braunschweiger Publikum war wie am Vortag immer positiv in der Unterstützung der deutschen Mannschaft sowie auch die rot-gelb gekleideten Fans der Weißrussen für Farbtupfer und Stimmung in der Volkswagen Halle sorgten.
Nachdem der Teamchef über das Mikro dem Sieger gratuliert hatte, dankte er den Fans und lief mit dem gesamten Team und Barbara Rittner, Head of Women’s Tennis beim Deutschen Tennis Bund, eine Ehrenrunde.
Als Fazit kann festgestellt werden, dass in einer gelungenen Veranstaltung Weißrussland als verdienter Sieger über eine tadellos kämpfende deutsche Mannschaft in die nächste Runde des FedCups gekommen ist!