Mit sehr viel Glück hangelte sich Eintracht Braunschweig am 30. Spieltag der 3. Liga zu einem letztlich unverdienten 1:1 Unentschieden gegen die zweite Mannschaft des großen FC Bayern. Die Führung für die Gäste erzielte Arp in  der 9. Minute, drei Minuten später glich Kobylanski per umstrittenen Foulelfmeter aus. Stanisic holte sich in dieser Szene Gelb-Rot und verschaffte den Platzherren so ein Überzahlspiel für für 78 Minuten. Die Löwen rücken zwar einen Tabellenplatz vor, können aber morgen wieder zwei Plätze verlieren.

Eintracht-Coach hatte bereits in der Vorwoche Antwerpen mit acht Veränderungen in der Startformation gegen Halle aufhorchen lassen. Heute setzte er diese taktische Variante fort. Nur Engelhart im Tor, Kobylanski und Pourié starten erneut, ansonsten kamen mit Otto, Bürger, Nehrig, Kammerbauer, Kijewski, Burmeister, Kessel und Gorden acht frische Kräfte in die Startelf.

Frischer und agiler agierte aber der Gast aus München. In der Spielanlage zeigte sich die Elf von Sebastian Hoeneß reifer und konsequenter. Aber außer engagierten Zweikämpfen sprang weder hüben noch drüben viel dabei heraus.

2 Tore in 3 Minuten

In der 9. Minute jedoch blitzte das Können des FCB nachhaltig aus. Will schickt Jeong, der sich ohne Mühen durchsetzt und in den Strafraum eindringt. Sein kurzer Pass auf Arp in der Mitte führte zum 0:1. Doch Schiedsrichter Patrick Ittrich hilft den Löwen zurück ins Spiel. Er sah in der 11. Minute ein Foulspiel von Stanisic an Bürger und zeigte sofort auf den Punkt und die Gelbe Karte. Zum Ärger des Foulenden. Der konnte sich nicht zurückhalten, meckerte und durfte dafür den Platz verlassen. Kobylanski nutzte die Chance, versetzte Gäste-Keeper Hoffmann und glich aus.

In der Folgezeit verflachte das Spiel und spannend wurde es nur noch, wenn sich die beiden Trainer am Spielfeldrand ein Wortgefecht lieferten, welche die Zuschauer naturgemäß bis auf das letzte Satzzeichen mithören konnten

In dieser Phase agierte die Eintracht clever und ließ den Ball durch die Reihen laufen. Allerdings sorgen Querpässe nur bedingt für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. In keiner Sekunde gelang es Blau-Gelb, schnell für Gefahr zu sorgen. Die Abwehrreihe der Gäste hatte wenig Mühe und so ging es erst einmal in die Pause.

Ademi und Pourié kommen

Mit Wiederanpfiff brachte Antwerpen Ademi für Pourié und Bär für den schwachen Goden. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Leider nur kurz. Bär hatt in der 47. Minute die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Hoffmann. Im Gegenzug lief Torjäger Wriedt seinem Kontrahenten Kijewski davon. Nur gut, dass mit Engelhardt erneut ein sicherer Torwart Schlimmeres per Fußabwehr verhindern konnte.

Für den FCB schien diese Situation ein Weckruf zu sein. Die Gäste übernahmen mit jeder Minute mehr die Regie. Von einer Überzahl war bei den Löwen nichts, aber auch gar nichts mehr zu sehen. Denn das machte der Tabellenvierte mit Einsatz und Kampfbereitschaft wett.

Eintracht im Glück – München im Pech

Antwerpen reagierte und brachte mit Putaro für den erneut solide aufspielenden Bürger frischen Wind. Oder genauer gesagt, ein frisches Lüftchen. Denn für eine Wende reichte das nicht. Im Gegenteil. In den folgenden Minuten spielte nur noch der Gast. Und der hatte Chancen: In der 64. durch Zaiser, in der 65. durch Wriedt, dessen Schuss aber vom Pfosten in das Feld zurück sprang. Der Druck wurde so stark, dass Antwerpen mit der Hereinnahme von Pfitzner (73.) die Defensive stabilisieren musste.

Link zu den Bundesliga-Tabellen
Zu den Bundesliga-Tabellen

Trotzdem hatte Bayern München noch zwei ganz dicke Chancen. Der pfeilschnelle Wooyeong Jeong kann die Black-outs der Braunschweiger Hintermannschaft jedoch nicht zu Zählbarem nutzen. Am Ende kann Blau-Gelb zufrieden sein. Mit Glück und Hilfe durch den Schiedsrichter bleibt man im Aufstiegskampf.

Jetzt nach Unterhaching

Weiter geht es für Eintracht mit einem schweren Auswärtsspiel nach Unterhaching. Irgendwie tun sich die Niedersachsen mit Klubs aus dem Großraum München in dieser Saison sehr schwer. Und auswärts reißen die Löwen derzeit kaum Beute. Wie Marco Antwerpen seine Jungs dort wieder auf die Siegerstraße führen will, wird man sehen. Die große Rotation jedenfalls hat noch nicht unter Beweis gestellt, dass sie ein probates Mittel ist, die englischen Wochen erfolgreich zu meistern. Denn wie schon in Halle konnte Blau-Gelb auch gegen München im zweiten Durchgang nicht mehr zulegen.

Für Burmeister fällt die Fahrt nach Bayern jedoch ins Wasser. Der Routinier holte sich in der 91. Minute noch Gelb-Rot und steht in München nicht zur Verfügung. Auffallend war auch noch, dass weder Becker und Proschwitz noch Fürstner im Kader standen. Bei Letztem mag das taktische Gründe gehabt haben, bei den beiden Erstgenannten könnte das aber auch ein Zeichen sein. Wofür? Schau’n mer mal!

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here