Für die BIBS schrieb uns Sebastian Barnstorf von der Geschäftsstelle der Partei:

„Zukunftsfähige innerstädtische Verkehrskonzepte sind für uns nur ohne Auto denkbar. Die BIBS-Fraktion fordert daher seit Jahren eine autofreie Innenstadt für Braunschweig. Zuletzt wurde ein so lautender Antrag unserer Ratsfraktion zum Haushalt 2019 abgelehnt. Das bedauern wir. Trotzdem werden wir am Ball bleiben, denn Klima-, Umwelt- und Artenschutz dulden keinen weiteren Aufschub. Insofern freuen wir uns über das außerordentlich große Engagement unserer Braunschweiger Schüler*innen, die sich im Rahmen von Fridays-for-Future nun mit einem umfangreichen Forderungskatalog an die Politik gewandt haben. So fordert auch Fridays-for-Future Braunschweig eine autofreie Innenstadt bis 2030. Neu geschaffene Stadtquartiere sollen weitgehend autofrei geplant und umgesetzt werden. Die BIBS-Fraktion unterstützt dieses Ziel ausdrücklich. Ein in diesem Sinne denkbares Leuchtturmprojekt könnte die geplante Bahnstadt werden. Ergänzend zu autofreien Innenstädten muss wesentlich mehr in die Braunschweiger Radverkehrsinfrastruktur investiert werden. In Braunschweig sollte im Schnitt – analog der Forderung des ADFC BS – ein Betrag von 30,- € pro Bürger und Bürgerin und Jahr ausgeben werden, um den Radverkehr in die richtige Bahn zu lenken. Ein so lautender Antrag der BIBS-Fraktion wurde in den Haushaltsberatungen in diesem Jahr leider ebenfalls abgelehnt. Auf Grund ihrer Größe und der geographischen Gegebenheiten ist Braunschweig eine ideale Stadt für den Radverkehr. Sie ist aber leider noch keine ‚Fahrradstadt‘, auch wenn dies seit der Aktion ‚Stadtradeln‘ von der Verwaltung gern betont wird, sondern planerisch und faktisch vom Autoverkehr dominiert.“

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