Mit Beginn dieser Woche ist das vom Landtag beschlossene Corona-Sonderprogramm für niedersächsische Sportvereine in Kraft getreten. Gemeinnützige Sportorganisationen, die durch Liquiditätsengpässe infolge der COVID-19-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, können dadurch durch Fördergelder bis zu 50.000 Euro pro Erhalt 70% der entstehenden Unterdeckung ausgleichen. Somit haben gemeinnützige Sportorganisationen fortan die Möglichkeit Anträge beim Landessportbund (LSB) einzureichen. Dabei steht der LSB seinen Sportvereinen, Landesfachverbänden und Sportbünden auch als kompetenter Ansprechpartner bei Fragen zu Verfahrenswegen und Details zur Verfügung.

Dunja Kreiser, die sich als Sportpolitische Sprecherin der SPD in den letzten Monaten intensiv mit verschiedensten Amateurvereinen über die wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden der Krise ausgetauscht hat, sieht in dieser Entscheidung einen bedeutenden Impuls für die Rettung des Breitensports in Niedersachsen. „Unabhängig von der Größe der Vereine oder den Sportarten, die angeboten werden, gibt es quasi keinen einzigen Amateurverein, der nicht mit den Folgen der Pandemie – wie den Einnahmeverlusten durch die vorübergehende Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebs – zu kämpfen hat. Während einige Vereine die Corona-Schäden noch irgendwie halbwegs abfedern konnten, steht für viele andere Vereine ihre Existenz auf dem Spiel. Diesen Vereinen kann jetzt schnell und unbürokratisch geholfen und ihr Überleben somit gesichert werden“, resümiert die Abgeordnete.

Gerade für den Landkreis Wolfenbüttel, der für die Vielzahl großer und kleiner Vereine in Stadt und Land bekannt ist, dürfte das Sonderprogramm eine hohe Relevanz aufweisen. „Über die sportliche Infrastruktur hinaus stellen Sportvereine vor allem im ländlichen Raum auch einen entscheidenden Faktor für die soziale und gesellschaftliche Infrastruktur dar. Hier kommen Menschen zusammen, hier wird ein solidarisches Miteinander gelebt. Wenn die Sportvereine in der Stadt und vor allem im Dorf wegbrechen würden, hätte das fatale Folgen in vielerlei Hinsicht“, so die Fachpolitikerin.

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