Leipzig. Im Viertelfinale des DFB-Pokals verlor der VfL Wolfsburg bei Rasenballsport Leipzig mit 0:2 (0:0). Knackpunkt des Spiels war ein verschossener Foulelfmeter von Wout Weghorst (26.). Die Leipziger entschieden das Spiel in der zweiten Halbzeit und kontrollierten nach der Führung von Yussuf Poulsen (63.) das Spiel.

Die Wölfe reisten mit einer beeindruckenden Bilanz und als „Mannschaft der Stunde“ zum Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. Just zu dem Team, dass in den letzten beiden Jahren jeweils den Knockout im DFB-Pokal herbeiführte. In der letzten Saison sogar sehr unsanft schon in der zweiten Runde mit 1:6 noch vor Zuschauern in der VW-Arena. Im Jahr zuvor war mit 0:1 in Leipzig im Achtelfinale Endstation für die Wölfe. In diesem Jahr sollte diese Negativserie durchbrochen werden, um den Traum vom Erreichen des Pokalfinales in Berlin weiterleben zu dürfen.

Brooks zurück in der Startelf

Dafür schickte VfL-Cheftrainer Oliver Glasner seine zuletzt so erfolgreiche Startelf auf das Feld. John-Anthony Brooks kehrte in die Innenverteidigung zurück, nachdem er in der Bundesliga gelbgesperrt gefehlt hatte. Bei den gastgebenden Rasenballsportlern fehlten Linksverteidiger Angelino und kurzfristig Kapitän Marcel Sabitzer mit Wadenproblemen.

Leipzig findet Lösungen

Beide Teams schenkten sich von Beginn an keine Freiräume. Viele Zweikämpfe, viele intensive Läufe bis es zu den ersten Torchancen kam. Die Leipziger mit mehr Ballkontrolle, weil die Grün-Weißen zeitweise etwas tieferstehend auf Umschaltsituationen lauerten. Dani Olmo (12.) umgeben von fünf Wölfen fand per Chipball den freistehenden Christopher Nkunku. Koen Casteels parierte den Kopfball in Weltklassemanier und bewahrte sein Team vor dem frühen Rückstand! Eine ähnliche hochkarätige Kopfballchance bekam Justin Kluivert (18.) auf der anderen Seite. Doch wieder war Koen Casteels zur Stelle.

Weghorst rutscht beim Elfmeter aus

In der Folge ging der VfL mutiger ins Pressing. Xaver Schlager (22.) in Schussposition bediente diagonal Kevin Mbabu, der im gegnerischen Strafraum direkt querlegte, dabei aber von Christopher Nkunku beeinträchtigend am Fuß getroffen wurde. Nach Videobeweis bekamen die Wölfe einen Foulelfmeter zugesprochen. Die Chance im Spiel der beiden stabilsten deutschen Defensivteams einen Treffer vorzulegen. Der Wunsch beider Trainer vor dem Spiel konnte für die Grün-Weißen in Erfüllung gehen. Wout Weghorst (26.) legte sich den Ball fokussiert wie immer zurecht und jagte den Ball in den Leipziger Nachthimmel. Wie bitter! Er rutschte mit dem Standbein weg und schlug enttäuscht mit den Fäusten auf den Rasen.

Auf der Gegenseite zappelte der Ball im Netz, aber Christopher Nkunku stand im Abseits, bevor Justin Kluivert (32.) verwandelte. Der VfL hatte noch zwei Chancen von Xaver Schlager (38.) und Renato Steffen (45.) trauerte aber insgesamt dem verschossenen Foulelfmeter hinterher.

Casteels erstmals wieder bezwungen

Die Leipziger stellten taktisch auf eine Dreierkette um und erspielten sich gleich wieder die ersten Torchancen. Yussuf Poulsen (52.) scheiterte an Koen Casteels und Christopher Nkunku (53.) konnte gerade noch von Kevin Mbabu geblockt werden. Der eingewechselte Alexander Sörloth brachte für die Rasenballsportler den notwendigen Durchsetzungswillen. In einer Umschaltsituation setzte er sich im Zusammenspiel mit Yussuf Poulsen gegen Xaver Schlager durch. Yussuf Poulsen (63.) traf, weil Maxence Lacroix noch entscheidend abfälschte. Die Wölfe wechselten offensiv und brachten Josip Brekalo, Maximilian Philipp und Joao Victor. Josip Brekalo (78.) traf nach einem entschlossenen Antritt das Außennetz. Mehr kam nicht mehr. Die Leipziger befreiten sich immer wieder, setzten Akzente und trafen letztlich zum verdienten 2:0 (88.). Hee-Chan Hwang traf, nachdem Koen Casteels noch gegen Emil Forsberg gerettet hatte.

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