LesBAR – Der 15. Cocktail interessanter Bücher

Serviert von Dieter R. Doden

Da bin ich wieder einmal und habe für Sie erneut drei interessante Bücher im Gepäck, die ich Ihnen gern vorstellen möchte. Ob Sie es als Einladung sehen, diese Bestseller zu lesen, überlasse ich selbstverständlich Ihnen. Mein Bücher-Cocktail kann und will nur eine Auswahlhilfe sein. Haben Sie gewusst, dass im Jahr 2018 insgesamt rund 71.500 Buchtitel den deutschen Markt geradezu überschwemmt haben? Da ist es schon gut, wenn man die Bestseller-Listen studiert und sich auf dieser Internetseite und in der Regionalzeitung „Rundschau“ informiert. Also legen wir mal wieder los:

 

„Trotzdem“ von Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge

Buch: Trotzdem

Es geht um Corona. Wieder einmal. Hat man über das Virus nicht langsam mal genug gelesen? – Die beiden Autoren von „Trotzdem“ beschäftigen sich mit der wichtigen Frage, was die Corona-Pandemie für unsere Gesellschaftsordnung und unser aller Freiheit bedeutet. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die so anderswo nicht gestellt worden sind. Und es gibt wissenswerte Antworten. Man hat also noch nicht genug gelesen über Corona. Dieses Buch zeigt vielleicht nicht für alle Fragestellungen hundertprozentige Antworten auf, zumindest aber liefert es nützliche Denkanstöße. Kluge Menschen haben sich hier ihre Gedanken zum Thema Corona gemacht. Ein allumfassendes Lehrbuch kann es nicht sein. Dafür ist Corona und sind die Folgen der Pandemie bisher noch zu wenig durchschaubar. Und trotzdem ist „Trotzdem“ lesenswert. Und es ist nachdenkenswert, was von Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge hier aussagen. Vier von fünf möglichen Sternen.

 

„Unsere Welt neu denken“ von Maja Göpel

Buch: Unsere Welt neu denken

Bleiben wir noch etwas im Krisenmodus. Maja Göpel gibt ihrem Buch den Untertitel „Eine Einladung“. Das ist wörtlich zu nehmen. Die Autorin ist überzeugt, dass unsere Welt vor gravierenden Veränderungen steht. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch oder zumindest kurz davor. Denken Sie zum Beispiel an die Klimaproblematik. Und das ist nur ein Thema von vielen. Bevölkerungsexplosion, die Zunahme von Pandemien und so weiter. Es scheint sich etwas zusammenzubrauen. Die Autorin fragt, wie wir zu einer Lebensweise finden, die das Wohlergehen unseres Planeten mit der der Menschheit sozusagen unter einen Hut bringt. Wir alle müssen die Welt neu denken. Dafür macht die Autorin Vorschläge. Die kommen – zugegeben – manchmal fast ein wenig simpel daher, einfach – und ganz einfach logisch. Sie zeigt Zukunftsperspektiven auf. Auch hier sei wieder gesagt, es ist kein allgemeingültiges Lehrbuch. Eher ebenfalls ein Werk zum Nachdenken, Mitdenken, Weiterdenken. Es ist wichtig und gut. Ebenfalls vier Sterne.

 

„Jan Fedder – Unsterblich“ von Tim Pröse

Buch: Jan Fedder - Unsterblich

Totaler Themenwechsel. Hier geht es nicht um Weltveränderung, sondern um einen Mann, der leider unlängst unsere Welt verlassen hat – Jan Fedder. Schauspieler mit Herz und Hamburger Schnauze. Wer kennt ihn nicht als erfindungsreichen Bauern aus Büttenwarder und menschlichen Polizisten von der Waterkant? Der Autor vieler Biografien, Tim Pröse, hat ihn gekannt, war bei ihm, um über ihn zu schreiben. Bis zuletzt. Die Fertigstellung dieser Biografie hat Jan Fedder nicht mehr erlebt. – Muss man dieses Buch lesen? Natürlich nur, wenn man bekennender Jan Fedder-Fan ist. Allen anderen Menschen, die gern einmal einen Blick hinter die Fassade eines außergewöhnlichen Mannes und des Filmgeschäftes werfen wollen, sei diese gelungene Biografie ebenfalls ans Herz gelegt. Kleiner Tipp von mir: Trinken Sie beim Lesen ein Gläschen oder zwei. Ich will Sie nicht zum Alkoholgenuss animieren, aber der Lesestoff ist schon recht emotional. Noch einmal vier Sterne.

 

Und das soll der Cocktail interessanter Bücher für diesmal auch schon wieder sein. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen. Nein halt, dass trifft es diesmal nicht. Ich wünsche besser eine gute und ein wenig nachdenkliche Unterhaltung beim Lesen. Und behalten Sie Appetit auf den nächsten Cocktail an dieser Stelle.

 

Herzlichst
Ihr Dieter R. Doden

 

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