Braunschweig. Vor 3.686 Zuschauern trafen die Basketball Löwen in der VW-Halle auf den Tabellensiebten HAKRO Merlins Crailsheim. In einem durchweg spannenden Spiel ging es bei 92:92 (48:49) in die Verlängerung. Nach Ausscheiden von Scott Eatherton verloren die Löwen die Kontrolle und das bei 90:85 sicher geglaubte Spiel mit 105:115.

„Wir sind durch den Sieg in Frankfurt ein bisschen erleichtert“, sagte Löwen-Headcoach Pete Strobl, dessen Team zuvor wettbewerbsübergreifend fünf Mal in Folge verloren hatte. „Wir haben bei den SKYLINERS zumindest gezeigt, dass wir kämpfen können. Das wird aber für weitere Siege nicht genug sein. Unser Problem in den vergangenen Wochen war häufig, dass wir nicht die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Und das müssen wir verbessern“, führte Strobl vor der Begegnung fort. Dennoch bestehe natürlich die Hoffnung, dass dieser immens wichtige Sieg in Frankfurt der Mannschaft hilft, vor allem mental.

Viel Kampf, viele Fouls

Nach dem ersten Viertel führten die Löwen mit 26:22, obwohl sie bereits zu Beginn schnell mit 0:6 gegen die Merlins zurücklagen. Doch durch einen 6:0-Lauf angeführt von Jairus Lyles kamen die Löwen in das Spiel und gingen erstmalig mit 8:7 in Führung. Die Begegnung war geprägt von vielen Fouls und hohem körperlichen Einsatz beider Teams. Dementsprechend hatten die Löwen schon im ersten Viertel 16 Freiwürfe.

Merlins nehmen viele Würfe

Im zweiten Viertel kauften die Gäste den Löwen den Schneid ab und drehten den Rückstand in eine knappe Pausenführung von 49:48. Sie riskierten mehr und nahmen in der ersten Halbzeit zwölf Würfe mehr als die Löwen. Nach dem spektakulären Dreipunkt-Treffer von Tommy Klepeisz zum 38:34 war bei den Löwen kurzzeitig die Luft raus. Die Merlins nutzten die Schwächephase und gingen nach einem 8:0-Lauf mit vier Punkten in Führung (42:38).

Viele Ballverluste bei den Löwen

Beim Stande von 60:66 forderte Trevor Releford, der gegen Frankfurt zum Matchwinner avanciert war, die Zuschauer auf die Wende mit einzuleiten. Im letzten Viertel, in dem die Gastgeber endlich auch vom Perimeter trafen, sah es bei 90:85 nach einem Heimsieg aus. Doch Scott Eatherton leistete sich einen von insgesamt 20 (!) Turnovers und brachte die Merlins wieder ins Spiel. Der treffsichere Jan Span traf zum Ausgleich und sollte auch in der Verlängerung zum wichtigen Faktor werden, nachdem sich reihenweise die Spieler mit ihren fünften Fouls verabschiedet hatten. Insgesamt fünf Löwen mussten das Spielfeld vorzeitig verlassen und produzierten 50 (!) Freiwürfe für den Gegner. Neben den Turnovers war diese Quote das entscheidende Kriterium für die Niederlage. Von der erhofften mentalen Stärke nach dem Sieg bei den Frankfurt Skylinern war in den wichtigen Phasen nichts zu sehen.

 

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