Weißenfels. Beim direkten Tabellennachbarn dem Mitteldeutschen BC waren die Basketball Löwen am späten Samstagabend mit 93:91 (40:47) erfolgreich. Ein sehr wichtiger Erfolg für die Löwen, den sie sich mit einem überragenden dritten Viertel sicherten. Für die Löwen punkteten Gavin Schilling (20), Karim Jallow (19) und Arnas Velicka (18) am erfolgreichsten.

Ergebnisdruck bei den Löwen

Die Heimniederlage gegen die BG Göttingen war gleichbedeutend mit dem Abrutschen auf Tabellenposition 15 in der BBL-Bundesliga. Zwar haben die Basketball Löwen durch ihre Quarantänezeiten noch einige Nachholpartien, dennoch nimmt der Druck auf das junge, entwicklungsfähige Team zu. „Druck ist für unser junges Team etwas Neues. In Spielen gegen Berlin oder Oldenburg hast du den nicht, weil wir da nichts zu verlieren haben. Aber gegen Göttingen war das für die meisten im Team eine neue Erfahrung“, so Headcoach Pete Strobl.

MBC gewann das Hinspiel

Der Mitteldeutsche BC stand eine Position hinter den Löwen in der Tabelle und hatte das Hinspiel in der VW-Arena direkt nach der ersten Quarantänezeit der Löwen mit 104:91 gewonnen. Damals spielte Neu-Center Bendikt Turudic noch auf der anderen Seite und war mit 22 Punkten maßgeblich für den Erfolg verantwortlich. An diese Punktausbeute ist er bei seinen ersten beiden Auftritten im Löwen-Dress noch nicht herangekommen. Aber vor allem die Defensivarbeit des gesamten Teams bereitet den Löwen-Verantwortlichen nach der Nationalmannschaftspause und der damit verbundenen Verletzung von Löwen-Kapitän Lukas Meisner große Sorgen. Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann sagte ganz klar: „Mehr als 100 Punkte zu kassieren, kann nicht unser Anspruch sein.“

Fahrige Leistung in den ersten beiden Vierteln

Daher war der Druck bei den Löwen groß. In der ersten Halbzeit war das Spiel der jungen Mannschaft noch sehr fehlerlastig. Von der Dreipunktlinie passierte keiner der acht Würfe die Reuse, so dass sich der MBC mit einer durchschnittlichen Leistung zeitweise einen Vorsprung von elf Punkten (24:35) erspielen konnten. Besonders im Übergang vom ersten in das zweite Viertel setzten sich die „Wölfe“ aus Weißenfels nach dem zwischenzeitlichen 23:23 deutlich ab. In dieser Phase war es Löwen-Kapitän Karim Jallow, der sein Team mit seinen Punkten und seiner Energie im Spiel hielt. Zur Halbzeit lagen die Löwen mit 40:47 zurück.

Mit Wille und Entschlossenheit aus der Kabine

Nach der Pause kamen die Löwen entschlossen zurück auf das Parkett und drehten im dritten Viertel das gesamte Spiel zu ihren Gunsten. Die Gastgeber konnten bei 15 Punkten gehalten werden. Garai Zeeb gab hier seinem Team ein hohes Maß an defensiver Stabilität, indem die MBC-Topscorer Quinton Hooker und Michal Michalak besser kontrolliert wurden. Offensiv nahm der junge Litauer Arnas Velicka das Spiel in seine Hände und riss seine gesamte Mannschaft mit. Er punktete und spielte seine Teamkollegen frei, so dass auch endlich Treffer vom Perimeter erzielt werden konnten. Eine unheimliche Energieleistung des gesamten Löwen-Teams, die den kompletten „Turnaround“ in einem Viertel schafften, damit sie nicht noch weiter im BBL-Classement abrutschen. Die zwischenzeitliche 70:62-Führung nach dem dritten Viertel mussten sie zum Ende des Spiels mit mentaler Stärke hart verteidigen. Die Gastgeber vergaben beim Endstand von 93:91 für die Löwen bewusst noch einen Freiwurf, um mit dem anschließenden Rebound auszugleichen. Aber Ex-Löwe Alexander Marelja traf nicht und Neu-Löwe Benedikt Turudic fing den letzten MBC-Einwurf ab.

Mit Blick auf die Tabelle ein immens wichtiger Sieg für die Löwen, die damit ihren Vorsprung auf die Abstiegszone gegen einen direkten Konkurrenten ausgebaut haben.

Trainerstimmen zum Spiel

Pete Strobl (Basketball Löwen): „Wir sind mit viel Druck hierhergekommen. Wir haben viele junge Spieler und haben unser letztes Spiel verloren. Die erste Halbzeit haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht. Am Ende der zweiten Halbzeit haben wir viel Charakter gezeigt. Wir hatten nur drei Ballverluste und haben unsere Freiwürfe getroffen. Diese Kleinigkeiten sind für uns sehr wichtig. Deswegen haben wir das Spiel am Ende gewonnen.“

Silvano Poropat (SYNTAINCS MBC): „Wir haben eine passable erste Halbzeit gespielt und uns eine Führung erarbeitet. Es schaute so aus, als ob wir das Spiel kontrollieren können. Braunschweig hat in der zweiten Halbzeit mehr investiert und die Intensität erhöht. Durch aggressive Verteidigung haben sie uns im Spielaufbau gestört. Wir kamen zu keinen guten Würfen mehr und haben den Ball nicht mehr gut bewegt. Auch defensiv sah es nicht mehr gut aus. Wir haben es noch einmal versucht und alles in die Waagschale geworfen. Doch am Ende war es ein verdienter Sieg für Braunschweig.“

Statistikwerte des Spiels

Basketball Löwen: Wank 9 (6 Rebounds), Watkins n.e., Zeeb, van Slooten 13 (5 Rebounds, 3 Assists, 3 Ballgewinne), Robinson 6 (5 Assists), Göttsche n.e., Peterka, Roosch n.e., Velička 18 (8 Assists, 6 Rebounds), Schilling 20 (6 Rebounds), Jallow 19 (6 Rebounds), Turudic 8 (5 Rebounds).

SYNTAINICS MBC: Krstanovic, Kerusch 11, Nadjfeji n.e., Barber 5, Hill 12, Hartwich 3 (10 Rebounds), Marelja 5 (6 Rebounds), Washington 3 (6 Assists), Hooker 27 (4 Assists), Michalak 25 (5 Rebounds, 4 Assists).

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