Braunschweig. Im Duell mit den Frankfurter Skylinern behielten die Basketball Löwen mit 80:68 (48:37) die Oberhand. Arnas Velicka (16 Punkte) und Gavin Schilling (15 Punkte) steuerten die meisten Treffer bei. Der Sieg ging durch eine konzentrierte Defensivleistung in Ordnung. Der Topscorer der Gäste Matt Mobley konnte mit schlechter Trefferquote bei 24 Punkten gehalten werden.

Die Frankfurter Skyliner hatten vor dem Spiel zwei Siege mehr auf ihrem Konto als die Basketball Löwen, die nach drei Niederlagen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis anstrebten. Besonders in den engen Spielphasen hatte es den „jungen“ Löwen zuletzt an Erfahrung gefehlt. Siege in Hamburg und Chemnitz waren möglich. Ebenso verhielt es sich im Hinspiel bei den Frankfurter Skyliners, das erst in der Overtime verloren ging. Die Bilanz gegen die defensivstarken Gäste ist insgesamt ausbaufähig für die Löwen, die aber die letzten beiden Heimspiele gegen die Frankfurter siegreich gestalten konnten.

Aktuelle Form der Gäste

In der aktuellen Saison haben sich die „Skyliner“ durch knappe Siege gegen RASTA Vechta, die BG Göttingen und die Jobstairs Gießen von der Abstiegszone entfernt. Die klaren Niederlagen gegen Brose Bamberg (62:78) und ALBA Berlin (60:94) zeigten aber auch, dass sie trotz des aktuellen neunten Tabellenplatzes kein Playoff-Team sind.

Bei den Löwen fehlten neben den Langzeitausfällen Kostja Mushidi und Lukas Meisner auch Yannick Götsche (Innenband-Teilriss im Fuß) und weiterhin „Bazou“ Konè (Kapselverletzung in der Hand).

Löwen wollen mehr Würfe kreieren

Die Freiwurfprobleme der Löwen waren zuletzt immer wieder ein Thema, zudem sich jüngst auch zu viele gegnerische Offensiv-Rebounds und eigene Ballverluste gesellten. „Das sind unsere drei Schwerpunkte. Wenn wir die unter Kontrolle haben, dann können wir fast jeden Gegner schlagen“, sagte Headcoach Pete Strobl und fügte hinzu: „Wir können es uns nicht erlauben, dass unsere Gegner immer mehr Würfe bekommen als wir.“

Defensive Ausrichtung auf Matt Mobley

Die Löwen mussten sich gegen die Frankfurter also steigern und obendrein auch auf Matt Mobley aufpassen. Der Guard der „Skyliner“ erzielte 19,1 Punkte im Schnitt, ist damit ligaweit der zweitbeste Scorer und kam im Hinspiel auf 31 Zähler. „Er muss schwere Würfe oder am besten gar keine bekommen“, sagte Strobl über den SKYLINERS-Topscorer.

Viele Ballverluste auf beiden Seiten

Die Löwen kamen gut ins Spiel. Gavin Schilling brachte gleich sein erstes Centerduell gegen Michael Kessens nach einem Balanceakt ins Ziel. Nach einem starken Teamplay zogen sie mit dem Dreipunktwurf von James Robinson auf 7:0 davon. Danach war wieder ein unnötiger Bruch im Spiel der Löwen. Rasheed Moore traf zwei Dreier und obwohl Matt Mobley noch kein Zielwasser getrunken hatte, griff sich Michael Kessens den Offensivrebound und punktete. Die Skyliner kamen zurück mit einem 8:0-Lauf. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt recht zerfahren. Die Löwen leisteten sich drei Schrittfehler, doch die Gäste trafen zum Glück nichts. Sie blieben bei einer Trefferquote unter 30 Prozent, so dass die Löwen trotz sieben Turnover zu einem 11:0-Lauf ansetzen konnten. Martin Peterka traf vom Perimeter zum 16:8. Ebenso wie wenig später James Robinson unter Zeitdruck zum 21:12. Die Löwen trafen ihre Würfe hochprozentig, hatten derer aber sieben weniger als die Gäste. Dadurch gewannen sie das erste Viertel 22:15 gegen schwache Gäste, die im Rebounding komplett unterlegen waren.

Löwen im Rebounding überlegen

Der Topscorer der Gäste Matt Mobley, der das erste Viertel komplett durchgespielt hatte, kam bei weiterhin schlechter Trefferquote im zweiten Viertel etwas besser ins Spiel. Nach einem unsportlichen Foul konnte er als treffsicherer Freiwerfer auf drei Punkte (36:33) verkürzen. Doch danach zeigte vor allem Gavin Schilling seine Dominanz unter dem Korb beim 7:0-Lauf der Löwen. Nach gutem Teamplay traf Karim Jallow per Dreipunktwurf zum 48:37-Halbzeitstand, weil Garai Zeeb mit starker Defensivleistung die Gäste vom Wurf abhielt und auch James Robinson die verbleibenden vier Sekunden nicht mehr zu einem erfolgreichen Wurf nutzen konnte.

Arnas Velicka und James Robinson treiben an

Nach der Pause drehte Matt Mobley auf. Er traf teilweise auch aus der Bedrängnis und verkürzte mit drei Dreiern auf 52:46. Zuvor hatte Luc van Slooten für die Löwen getroffen, aber leider auch zwei seiner Freiwürfe ausgelassen. Nach einem Foul von Michael Keesens an James Robinson trat eine kurze Schrecksekunde ein als der Point und Shooting Guard der Löwen nicht gleich wieder aufstand und Garai Zeeb seine Freiwürfe übernehmen musste. Beim Stande von 56:50 übernahm Arnas Velicka, zog immer wieder zum Korb und verwandelte drei Freiwürfe. Martin Peterka und Gavin Schilling setzten sich unter dem Korb durch und bauten die Führung wieder auf 63:50 aus.

Zeeb mit überragender Defensivleistung

Viertelübergreifend starteten die Gäste mit ihrem Anführer Matt Mobley nochmal einen 7:0-Lauf. Doch James Robinson setzte den wichtigen Stopp und Luc van Slooten ein Zeichen mit seinem Dunk zum 67:57. Nach dem nächsten Dreier von Matt Mobley und weiteren Punkten von Arnas Velicka, Martin Peterka und Benedikt Turudic war der Widerstand der Gäste gebrochen. Zu hoch war die Überlegenheit der Löwen im Rebounding. Garai Zeeb leistete in seiner Spielzeit viele wertvolle Verfolgungen, um die Wirkungskreise von Matt Mobley (24 Punkte) einzudämmen und belohnte sich mit einem „Floater“ zum 76:63. Die wichtige Partie war dank einer konzentrierten Defensivleistung des gesamten Teams verdient gewonnen, obwohl sich die Löwen 20 (!) Ballverluste geleistet hatten.

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