Braunschweig. Am 20. Spieltag der BBL haben die Basketball Löwen mit 87:91 (41:49) gegen die BG Göttingen vor ausverkauftem Haus in der eigenen Halle verloren. In einem umkämpften Derby liefen die Löwen während der gesamten Spielzeit einem Rückstand hinterher.

Die Veilchen könnten als „Team der Stunde“ bezeichnet werden. Nachdem sie schwach in die Saison gestartet waren, zeigte ihre Formkurve ab Dezember nach oben. Da verpflichteten sie Alex Ruoff und haben mit dem vielseitigen Forward zuletzt sieben von neun Spielen gewonnen. Dieser positive Lauf hat die Göttinger mittlerweile auf den zehnten Tabellenplatz katapultiert, auf dem sie nur zwei Punkte vom Tabellenachten s.Oliver Würzburg trennen. Unter ihren Siegen waren auch richtige Coups, welche die gewonnene Stärke untermauern: So wies die BG die beiden Top- und Euroleague-Teams FC Bayern Basketball (90:81) und ALBA BERLIN (72:71) in ihre Schranken.

Löwen haben Respekt – Göttinger Ruoff sehr effektiv

„Göttingen ist eine sehr gute und gefährliche Mannschaft, die sich im Vergleich zum Saisonstart verändert hat, weil sie ein paar Spieler nachverpflichtet haben. Es wird nicht leicht gegen sie, denn sie haben jetzt eine gute Chemie gefunden“, sagt Pete Strobl über den Gegner und ergänzt: „Seitdem Alex Ruoff da ist, spielen sie auf einem anderen Niveau.“ Der 33-jährige Allrounder ist der effektivste Spieler in Reihen der Veilchen und hat aufgrund seiner Vielseitigkeit einen enorm positiven Einfluss auf das Spiel. Der Point Forward trifft 50 Prozent seiner Dreipunktewürfe und glänzt zudem mit 11,3 Punkten, 5,1 Rebounds sowie 4,9 Assists im Schnitt.

Löwen mit weniger Energie als der Gegner

Bei den Gästen fiel der vielgelobte Alex Ruoff kurzfristig grippeerkrankt aus. Dennoch hatte man von Beginn das Gefühl, dass die „Veilchen“ mit mehr Energie unterwegs waren. Der umtriebige Elias Lasisi brachte viel Tempo in das Spiel. Aber auch unter dem Korb zeigten sich die Gäste besser organisiert und abgestimmt. Die Führung zur Pause war dementsprechend hoch verdient, da den Löwen mit schwacher Wurfquote auch die letzte Entschlossenheit fehlte. Lucca Staiger nahm sich seine Würfe, ohne dass erkennbare Spielzüge ihn in eine besondere Wurfposition gebracht hätten. Auch Scott Eatherton agierte unglücklich, foulte er doch zweimal beim Dreipunktwurf des Gegners. Mit nur vier Punkten hatten es die Göttinger geschafft, ihn auch weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen.

Nach der Pause liefen die Löwen dem Rückstand hinterher, scheiterten aber letztlich an ihrer schwachen Dreierquote von 23 Prozent. Mit einem viertelübergreifenden 8:0-Lauf kamen sie beim 62:65 bis auf drei Punkte heran. Als aber Scott Eatherton mit seinem fünften Foul zu Beginn des Abschlussviertels den Court verlassen musste, sanken die Chancen der Löwen das Spiel noch zu drehen. Headcoach Pete Strobl setzte folglich auf ein centerbefreites Spiel, indem Tommy Klepeisz und Karim Jallow die Löwen im Spiel hielten. Doch letztlich zeigten sich die Göttinger derart gefestigt, dass sie nicht mehr in Gefahr gerieten. Bei den Löwen ragte Karim Jallow mit 26 Punkten heraus.

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