Braunschweig. Die Basketball Löwen unterlagen den EWE Baskets Oldenburg in der VW-Halle vor 4.209 Zuschauern mit 71:93 (34:40). Besonders in der zweiten Spielhälfte waren sie chancenlos und offenbarten eklatante Schwächen.

Viel Zeit hatten die Löwen nicht, um über ihre schmerzhafte Freitagsniederlage nach Verlängerung gegen die HAKRO Merlins Crailsheim (105:115) aufzuarbeiten. Einmal mehr thematisierte Headcoach Pete Strobl im Anschluss an das Spiel die falschen Entscheidungen, die sein Team hin und wieder treffe. Auch die hohe Anzahl an Ballverlusten ist ein wichtiges Thema.

Ballverluste und geringe Dreierquote

Gegen Crailsheim waren es 23 Turnovers, zu denen eine sehr ausbaufähige Dreierquote von nur 26,7 Prozent kam. Die Merlins hatten 18 Mal den Ball verloren, trafen über 32 Prozent von der Dreierlinie und holten sich zudem noch fünf Offensiv-Rebounds mehr. Das waren neben der hohen Anzahl an Gäste-Freiwürfen mitentscheidende Gründe für die Niederlage. Diese Aspekte sollten schon heute im Nord-Duell gegen die EWE Baskets Oldenburg verbessert werden.

Rickey Paulding machte den Unterschied

Nach einem guten Start mit einem sofortigen Dreipunkttreffer von Trevor Releford setzte sich mit zunehmender Spieldauer die reifere Spielanlage der Gäste durch. Das Urgestein der BBL im Dress der Oldenburger Rickey Paulding drückte kurz auf das Gaspedal und schon lagen die Löwen mit 5:11 hinten. Nach dem ersten Viertel stand es 15:20. Die Löwen kämpften sich auf 32:33 heran. Das war für den Gästecoach das sofortige Zeichen einen „Stopp“ zu setzen. Die Baskets stellten nach der Auszeit den alten Abstand wieder her und so ging es mit 34:40 in die Pause. Trevor Releford und Scott Eatherton waren bis dahin mit jeweils zehn Punkten die treffsichersten Korbjäger bei den Löwen, denen erneut elf Turnover vor der Pause unterlaufen waren.

Löwen in der Krise

Im zweiten Spielabschnitt wuchs der Rückstand sofort in den zweistelligen Bereich und das Löwen-Team wirkte irgendwie hilflos. Ein Ballverlust nach dem nächsten, so dass von einem Matchplan oder einer organisierten Spielweise nicht mehr die Rede sein durfte. Für die schon zuvor favorisierten Gäste wurde es zu einem Spaziergang, obwohl die Löwen bei den Rebounds die Oberhand behielten. Auf der Pressekonferenz hatte Headcoach Pete Strobl auch nicht wirklich Lösungen parat, sondern sprach von Anweisungen, die nicht umgesetzt worden sind.

 

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