Bonn. Die Basketball Löwen gewannen bei den Telekom Baskets Bonn mit 90:85 (32:41) und kämpften sich in der zweiten Halbzeit zurück in das Spiel. Headcoach Pete Strobl setzte auf eine kleine Rotation mit nur sieben Spieler.

Die Löwen wollen sich trotz des gegenwärtigen Drucks von den Negativerlebnissen der vergangenen Wochen nicht beirren lassen: „Die Atmosphäre im Training ist trotz der letzten Ergebnisse sehr gut. Die Jungs zeigen, dass sie eine gute Gruppe sind – alle hängen sich voll rein“, so Headcoach Pete Strobl. Ein weiterer Ansatzpunkt in der Trainingsarbeit war die Entscheidungsfindung der Spieler, die auch angesichts der zuletzt vielen Ballverluste ausbaufähig war. „Das Team mit den richtigen Entscheidungen in den wichtigen Momenten wird das Spiel gewinnen“, betont Pete Strobl. Trotz des richtungsweisenden Charakters der Partie habe sich der Fokus auf die Aufgabe und das Zutrauen in die Akteure nicht verändert. Erwartungen hegt der Löwen-Coach an Kapitän Thomas Klepeisz und Co dennoch: „Ich erwarte, dass wir konstant, hart und konzentriert, mit viel Herz und Energie, vor allem aber zusammen als Team spielen und als Einheit auftreten.“

Bonn mit Problemen in der BBL

Dass die Telekom Baskets Bonn spielerisches Potenzial besitzen, hat das Team von Headcoach Thomas Päch bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Nicht nur, dass sie in der Basketball Champions League ihre Vorrundengruppe anführen (6 Siege, 4 Niederlagen), sondern insbesondere der Erfolg im Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern Basketball sorgte für Aufsehen. In der BBL hingegen läuft es nicht rund, sodass die Verantwortlichen – auch als Reaktion auf die Verletzung von Center Stephen Zimmerman – mit dem Big Man Alec Brown und Rückkehrer Eugene Lawrence kurzfristig nachgerüstet haben.

Viele Fehler bei der Starting Five

Die Starting Five der Löwen startete defensivschwach und im Aufbauspiel ideenlos. Daraus resultierte sofort ein 2:8-Rückstand, den die keineswegs überzeugenden Bonner schnell auf 14:4 ausbauten. Nach sieben Turnover im ersten Viertel lagen die Löwen mit 14:21 zurück. Lediglich ein Zwischenspurt von Trevor Releford verhinderte einen höheren Rückstand. Auffallend war, dass die Punkte der Löwen hauptsächlich aus Einzelaktionen entstanden.

Schwache Dreierquote

Im zweiten Viertel kam Center Scott Eatherton besser ins Spiel und verkürzte umgehend auf drei Punkte. Doch näher kamen die Basketball Löwen nicht heran, weil sie trotz Reboundüberlegenheit ihre Dreipunktwürfe nicht ins Ziel brachten. Immer wieder verhederte sich Jairus Lyles und produzierte allein fünf Ballverluste. Auf der Gegenseite hingegen wusste Neuzugang Eugene Lawrence gleich zu überzeugen und ordnete das Spiel seiner Bonner. Diese konnten zum Glück für die Löwen viele freien Würfe nicht nutzen, so dass die Löwen zur Pause „nur“ mit 32:41 zurücklagen.

Löwen drehen in der zweiten Halbzeit auf

Mit einer Energieleistung kämpften sich die Löwen angetrieben von Scott Eatherton wieder zurück ins Spiel und drehten einen zwischenzeitlichen Rückstand von 38:50 in eine 54:52-Führung. Nach dem dritten Viertel hieß es 61:61.

Im Abschlussviertel gingen sie durch intensive Verteidigung mit 71:65 in Führung. Trevor Releford konterte einen Dreipunktwurf der Gastgeber und stellte eine Minute vor dem Ende auf 86:78. Die folgenden Freiwürfe verwandelte Lucca Staiger sicher. Aufgrund der Leistungssteigerung verdienten sich die Löwen den Sieg. Allerdings überzeugten sie eher individuell. Denn die Teamleitung war auf sieben Akteure reduziert. Trevor Releford und Scott Eatherton traten dabei besonders hervor.

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