Braunschweig. Da ist er endlich, der erste Sieg in der diesjährigen Basketball-Bundesliga (BBL) für die Löwen. Im dritten niedersächsischen Duell behielten die Basketball Löwen mit 96:78 (44:46) die Oberhand gegenüber RASTA Vechta, die weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten müssen. Durch stark verbessertes Mannschaftsspiel gewannen die Löwen höchst verdient. Bryon Allen steuerte zwölf Vorlagen (Assists) zum Sieg bei und überließ das Scoring Lukas Meisner (19), Kostja Mushidi (18), Karim Jallow (18) und Luc van Slooten (15), der seinem Ex-Club fünf Dreier einnetzte.

Die Löwen hatten sich für das dritte niedersächsische Duell nach den Niederlagen gegen die EWE Baskets Oldenburg und die BG Göttingen viel vorgenommen. Die Verteidigung als Schlüssel zum Sieg sollte weiter verbessert und die Ballbewegung im Passspiel forciert werden. Zu viele Einzelaktionen kosteten in Göttingen den Sieg. Das Löwen-Team kreierte zu wenig freie Würfe, so dass in der Summe viele schwierige Würfe nicht das Ziel fanden.

Headcoach Pete Strobl nahm sein Team in Schutz und verwies auf die intensive Trainingsarbeit, die weiter mit der jungen, hauptsächlich deutschen Mannschaft geleistet werden muss. Mit Erfolg!

Ballzirkulation stark verbessert

Von Beginn an war die veränderte Spielweise deutlich erkennbar. Bryon Allen war nicht allein der Fixpunkt im Spiel. War er in den ersten beiden Spielen mangels Systemverständnis und Eingewöhnung noch auf sich allein gestellt, avancierte er durch seinen Zug zum Korb zum besten Vorlagengeber der Löwen. Pro Viertel gelangen ihm drei Assists, nachdem er in den ersten beiden Spielen keine einzige Vorlage hatte beisteuern können. Gavin Schilling verteidigte gut gegen RASTA-Center Dennis Clifford, der von ALBA Berlin zu den Rastanern gekommen war. Kurz vor Ende des ersten Viertels setzte Luc van Slooten mit einem Dreipunktwurf seine erste Duftmarke zum 21:19 gegen seinen Ex-Club.

Kostja Mushidi als Energizer

Im zweiten Viertel wollten die Würfe nicht fallen, so dass die Löwen schon mit 41:46 in Rückstand geraten waren. Insbesondere James Robinson war nach seinem frühen Dreier nicht mehr vom Glück verfolgt und scheiterte oft knapp, dennoch war er wieder wichtiger Vorlagengeber für sein Team. Gavin Schilling und Martin Peterka hatten sich bereits ihr drittes Foul eingehandelt, so dass Zweifel aufkamen, ob denn der erste Heimsieg eingefahren werden würde. Bei noch ausstehenden drei Sekunden übernahm Kostja Mushidi Verantwortung und buzzerte den wichtigen Dreipunktwurf zum 44:46-Halbzeitstand.

Löwen drehen das Spiel

Nach der Pause setzte es einen krachenden Dunking von Jordan Barnett zum 44:50, der aber mehr ein Weckruf für die Löwen war. Bis dato hatten die Gäste vor allem Karim Jallow gut verteidigt und weitestgehend aus dem Spiel genommen. Das veränderte sich mit einem 12:0-Lauf der Löwen. Den Führungswechsel leitete Bryon Allen mit einem Steal (Ballgewinn) ein, traf selber einen Dreier zum 59:52 und bediente anschließend Lukas Meisner und Kostja Mushidi zu ihren Dreipunktwürfen. Die Löwen liefen jetzt heiß wie Kostja Mushidi im späteren Interview erwähnte und erspielten sich beim 67:56 (28.) erstmalig eine zweistellige Führung. Allerdings hatte sich die Foulbelastung bei Gavin Schilling und Martin Peterka erhöht, so dass Luc van Slooten viel Spielzeit bekam und sich mit fünf Dreiern bedankte. Wieder Kostja Mushidi traf zum 73:60 und zeigte wie wichtig er als Energizer für diese Mannschaft sein kann.

Hoffnung auf Zuschauer

Das letzte Viertel kam schon fast einem Schaulaufen gleich, ohne dass die Löwen nachließen. Die Gäste versuchten sich in Distanzwürfen, aber Stefan Peno und Josh Young hatten nicht ihre beste Tagesform. Karim Jallow ließ es noch einige Male krachen. Die Löwen hatten gezeigt, wozu sie in der Lage sind. In dieser Mannschaft steckt unheimlich viel Potential und alle Verantwortlichen hoffen, dass im Dezember zumindest einige Zuschauer zugelassen werden.

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