Braunschweig. Es läuft nicht rund bei den Basketball Löwen. Die erhofften Verstärkungen Jairus Lyles und Lucca Staiger haben Schwierigkeiten sich in das Spiel der Löwen einzufinden. Die Personalrochaden werfen immer dann Fragen auf, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt. Vor allem dann, wenn die Zielsetzung vor der Saison vollmundig mit dem Erreichen der Playoffs propagiert wurde.

Jung, wild und angriffslustig präsentierten sich die Löwen in den ersten Saisonspielen und trotz des kurzfristigen Austausches des Point Guards hin zu Trevor Releford schien gerade dieser Wechsel eine Wirkung zu erzielen. Die Heimsiege gegen den MBC und die Gießener 46ers waren souverän herausgespielt, obwohl bei der Überlegenheit schon leichtfertig zu hohe Punktzahlen der Gäste zugelassen worden waren. Das Potential schien offenkundig, aber eine gewisse Leichtfertigkeit in der Defensive war sichtbar.

Mangelhaftes Defensivverhalten

In den Auswärtspartien führte diese defensive Einstellung in unterschiedlichen Spielphasen zum Verlust der Spiele und insbesondere die haarsträubende Niederlage beim Niedersachsenrivalen Vechta hinterließ Spuren. Interne Vorkommnisse, die nicht weiter kommentiert wurden, führten zu einem weiteren Personalaustausch. Der vom Headcoach Pete Strobl als sehr entwicklungsfähig angekündigte Henry Pwono durfte aufgrund der Importspieler-Regelung wieder gehen. Sein Vertrag wurde aufgelöst. Er wechselte zu den Rostock Seawolves in die ProA.

In den letzten Spielen hatten sich auch die Spielzeiten von Garei Zeeb minimiert. Lars Lagerpusch war aus diesen Gründen zu Science City Jena gewechselt. Diese Umstellungen und auch die aktuelle Entwicklung führten zum Verlust der Sicherheit. Viele Ballverluste und mangelhaftes Teamspiel sind die Folge, während sich viele BBL-Kontrahenten in dieser Zeit stabilisiert haben. Symptomatisch die Nichtaussage des als zusätzlichen Anführer geholten Lucca Staiger im Interview bei magenta Sport. Haben die Löwen ein Problem mit ihrer sportlichen Leitung?

Und nun geht es am Freitag, den 10. Januar um 19 Uhr zum überraschenden Tabellenschlusslicht den Telekom Baskets Bonn, die dieser Situation auch entgegensteuern möchten. Eine weitere Niederlage und die Löwen steuern geradewegs in den Tabellenkeller.

In jedem Fall ein richtungsweisendes Spiel, das die Löwen mit einer anderen defensiven Präsenz bestreiten müssen.