Oldenburg. Im Niedersachsenduell bei den EWE Baskets war für die Basketball Löwen nach der Nationalmannschaftspause nichts zu holen. Im zweiten Viertel setzten sich die Gastgeber deutlich ab. Die Löwen versuchten den Abstand immer wieder zu verkürzen, mussten sich aber mit 89:101 (35:49) geschlagen geben. James Robinson war mit 20 Punkten der erfolgreichste Werfer.

Die Ausgangssituation für den BBL-Endspurt ist für die Basketball Löwen leicht verändert. Mit Neu-Center Benedikt Turudic haben die Löwen erstmalig eine Alternative für Gavin Schilling an Bord, so dass Martin Peterka mehr auf der Position des Power Forwards eingesetzt werden kann. Der Einsatz des Tschechen in diesem Bereich wird durch die schwere Verletzung von Lukas Meisner, der bis zum Saisonende ausfällt, um so bedeutsamer sein.

Für die Oldenburger galt die Partie gegen die Basketball Löwen als sogenannte „Nagelprobe“ vor drei schweren Auswärtspartien in Ludwigsburg, Berlin und München. Die Basketball Löwen also als lockerer Aufgalopp vor internen TOP4-Duellen? Immerhin im BBL-Pokal hatten die Löwen den EWE Baskets in dieser Saison schon ein Bein gestellt.

Oldenburg mit vielen Stärken

Oldenburgs Coach Drijencic konnte personell aus dem Vollen schöpfen. Keith Hornsby, hinter Rickey Paulding (15,7 Punkte pro Spiel) mit 15,3 Punkten zweitbester Scorer der EWE Baskets war wieder fit. Er hatte sich zu einer mehr als verlässlichen Größe im Angriffsspiel etabliert und kam bei seinen letzten zehn Einsätzen auf durchschnittlich knapp 18 Punkte pro Partie. Dabei überzeugte der 1,92 Meter große Guard nicht nur mit statistischen Werten (56 Prozent Trefferquote von der Dreierlinie) – es war vor allem seine Fähigkeit, sich noch in höchster Bedrängnis einen Wurf kreieren zu können. Die Löwen um Headcoach Pete Strobl waren entsprechend gewarnt und wussten um die Stärken der Gastgeber.

In Oldenburg trafen zwei der stärksten Reboundteams aufeinander. Die Löwen hatten sich mit ihrem neuen Center Benedikt Turudic modifiziert zu organisieren. Die Defensive war gegen eines der stärksten Offensivteams der BBL gefordert.

Im ersten Drittel pushten sich die Löwen durch gelungene Defensivaktionen und hielten das Spiel bei Viertelende mit 19:21 offen. „Bazou“ Koné war nach seinen Rückenproblemen wieder an Bord. Im Verlauf des Spiels gewannen die Gastgeber allerdings die Oberhand bei den Rebounds. Die Löwen trafen zwar sehr ordentlich vom Perimeter und glänzten mit wechselnden Dreierschützen, verloren aber auch zu oft den Ball. Die EWE Baskets kamen zu leichten Punkten und setzten sich mit 49:35 ab. Die Löwen hatten sich bis dahin schon zwölf Turnovers geleistet.

Arnas Velicka mit viel Energie

Die Löwen trafen weiterhin gut von außen. Martin Peterka tauchte immer wieder auf der Position von Lukas Meisner auf und Arnas Velicka kurbelte als Point Guard das Spiel der Löwen an. Ihm war es zu verdanken, dass die Löwen mit einem 8:0-Lauf wieder auf 50:60 herankamen. Doch die Oldenburger antworteten mit der ganzen Tiefe ihres Kaders. War es im zweiten Viertel Rickey Paulding drehte jetzt Braydon Hobbs mit seinen Dreipunktwürfen auf. Er erwiderte die Treffer der Löwen sofort postwendend, so dass es bei einer Oldenburger Führung von 77:62 blieb.

Mit viel Energie versuchten die Löwen den Rückstand noch einmal unter zehn Punkte zu drücken. Das gelang beim Spielstand von 87:78. Aber die EWE Baskets zeigten sich routiniert und ließen sich selbst von einem Vier-Punkt-Spiel von James Robinson nicht mehr von der Siegerstraße abbringen.

Pete Strobl (Head Coach Basketball Löwen Braunschweig): „Dass Oldenburg eine sehr gute und sehr gefährliche Mannschaft ist, haben wir vorher gewusst. Sie haben so viele Waffen, sind gefährlich von außen und unter dem Korb. Wir haben mit einer variablen Verteidigung dagegengehalten. Wir hatten auch eine Phase, wo vieles gut funktioniert hat. Und dann kommt ein Braydon Hobbs und macht drei Dreier hintereinander, einen davon sogar auf einem Bein. Wir haben gekämpft und alles gegeben und werden versuchen, uns mit Blick auf die nächsten Spiele zu verbessern.“

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