Chemnitz. Die Basketball Löwen trafen innerhalb von zehn Tagen erneut auf die Chemnitzer NINERS und verloren mit 83:87 (50:35), obwohl sie das Spiel ähnlich wie im Hinspiel bis zur Pause dominiert hatten. Der Blick muss somit weiter auf die Abstiegsränge gerichtet werden, die derzeit von RASTA Vechta und den Jobstairs Gießen besetzt sind. Martin Peterka (18 Punkte), Karim Jallow und James Robinson (jeweils 16 Punkte) waren am erfolgreichsten.

Neben „Bazou“ Koné und Lukas Meisner musste Headcoach Pete Strobl auch kurzfristig verletzungsbedingt auf Yannick Götsche verzichten. Nach dem Hinspielerfolg (93:77) in eigener Halle sollte heute unbedingt auch in der Fremde nachgelegt werden. Im Duell gegen einen direkten Konkurrenten, der als Aufsteiger ebenfalls nicht in die untersten Tabellenregionen abrutschen möchte, war mit einer konzentrierten Defensivleistung  der Löwen zu rechnen.

Löwen drehen das Spiel

Zu Beginn des Spiels ging einiges schief und die Gastgeber führten schnell mit 7:0. Die Löwen kamen anschließend etwas besser ins Match und stellten beim Stande von 7:11 auf eine Zonenverteidigung um. Mit einem sensationellen 21:0-Lauf, dem höchsten in dieser Saison, kippten sie die Begegnung vorerst zu ihren Gunsten. Das erste Viertel gewannen sie mit 33:20, weil die Chemnitzer sich wieder etwas stabilisiert hatten. James Robinson und Luc van Slooten waren jeweils mit acht Punkten am guten Start beteiligt.

Martin Peterka läuft heiß

Im zweiten Viertel kamen die Gastgeber auf neun Punkte heran. Doch die Löwen schlugen in Person von Martin Peterka zurück, so dass die Löwen ihren Vorsprung zur Halbzeit auf 50:35 ausbauen konnten. Besonders erwähnenswert war die verbesserte Freiwurfquote, die zuletzt vom Headcoach bemängelt worden war.

Thornton nicht zu bremsen

Im dritten Viertel hatten sich die Gastgeber besser auf die Löwen Verteidigung eingestellt. Besonders Marcus Thornton lief heiß und war von den Löwen nicht mehr zu kontrollieren. Er brachte sein Team wieder auf 58:60 heran. Beim Stande von 63:66 verwandelten die Löwen ihre Freiwürfe und James Robinson setzte noch einen Dreier, so dass sie mit acht Punkten Vorsprung in das letzte Viertel gingen.

Mentale Probleme bei den Löwen?

Die ersten vier Punkte gingen an die Löwen, doch die NINERS kamen mit einem 11:0-Lauf zurück und verkürzten auf 74:75. Die Führung übernahmen sie bei 78:77 und gaben diese nicht mehr ab. Die Löwen erzielten im letzten Viertel lediglich zwölf Punkte und mussten gegen die quarantänegeplagten Chemnitzer eine sehr bittere Niederlage einstecken.

Trainerstimmen zum Spiel

Pete Strobl (Basketball Löwen): „Gratulation an Chemnitz, sie haben verdient gewonnen. Sie spielen ähnlich wie wir, sie kämpfen, sie geben nie auf und versuchen den Ball gut zu bewegen. Wir hatten einen nicht so guten Start, haben dann eine gute Energie gehabt, den Ball gut bewegt und sind mit einem Vorsprung in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit hat Chemnitz viel mehr Druck gemacht und wir hatten damit Schwierigkeiten und im vierten Viertel keine guten Antworten. Statt guten Entscheidungen hatten wir zu viele Ballverluste. Die waren meiner Meinung nach mit spielentscheidend. Insgesamt betrachtet müssen wir daran arbeiten, unsere Ballverluste zu minimieren, die Freiwürfe besser zu treffen und besser auszuboxen.“

Rodrigo Pastore (NINERS Chemnitz): „Ich möchte meinen Spielern ein Kompliment für ihre Leistung machen. Wir sind durch keine einfache Phase gegangen und es ist nicht leicht, zwei Wochen nach der Quarantäne so eine Leistung zu zeigen, wie wir das heute in der zweiten Halbzeit und vor allem im letzten Viertel getan haben. Die Spieler haben nie aufgegeben und immer an sich geglaubt. Das war nach dem Start und unserem Foultrouble nicht einfach. Aber wir haben in der zweiten Hälfte wichtige defensive Plays gehabt und Marcus Thornton hat einen großartigen Job gemacht, nicht nur weil er die Dreier getroffen hat, sondern auch weil er zum Korb gekommen ist und für seine Teamkollegen kreiert hat. Terrell Harris und George King waren in der zweiten Halbzeit ebenfalls großartig. Aber es war eine Teamleistung und jeder hat etwas zum Sieg beigetragen.“

Statistiken zum Spiel

Basketball Löwen: Wank 4, Watkins n.e., Zeeb, van Slooten 15, Robinson 16 (5 Assists), Peterka 18 (3 Assists), Velička 5 (7 Rebounds, 8 Assists), Schilling 5 (6 Rebounds), Jallow 16, Turudic 4.

NINERS Chemnitz: Harris 14 (5 Assists), Ziegenhagen 3, Matthews, Figge, Richter 7 (7 Rebounds, 4 Assists), Wimberg, Johnson 3, Mike 10,  Thornton 19 (6 Rebounds, 5 Assists), Williams 6 (6 Rebounds), King 25.

 

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here