Hamburg. Die Basketball Löwen haben in der Verlängerung mit 81:84 (75:75, 43:38) gegen die Hamburg Towers verloren, obwohl sie während der regulären Spielzeit fast ausschließlich teilweise sogar zweistellig geführt hatten. Eine besonders bittere Niederlage, die allerdings am Samstag in der VW-Arena schon wieder ausgeglichen werden kann. Arnas Velicka war mit 15 Punkten bester Werfer für die Löwen.

Nach dem sicheren Sieg gegen die Niners aus Chemnitz (93:77) trafen und treffen die Basketball Löwen praktisch in einem Doppelspieltag per Hin- und Rückspiel auf die Hamburg Towers. Diese Terminsituation ist durch die beiden Quarantänephasen der Löwen entstanden. Das Rückspiel wird am Samstag in Braunschweig ausgetragen. Eine perspektivisch sehr interessante Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Tabellensiebten, der als letztjähriger Aufsteiger zur Zeit eine Playoff-Position bekleidet und drei Siege mehr als die Löwen aufzuweisen hat.

Ergebnisdruck lastet auf den Löwen

Zu der Situation in der Tabelle äußerte sich Headcoach Pete Strobl bewusst nicht, denn vorrangig war und ist der Blick auch auf die Abstiegsplätze zu richten gewesen. Denn durch die personelle Umstrukturierung und den Termindruck bedingt durch viele Nachholpartien liegt auch ein Ergebnisdruck auf den Löwen.

„Wir haben schon Druck, wenn wir wissen, dass wir eine Chance haben zu gewinnen. Ich bin sehr stolz, wie wir uns als Mannschaft entwickelt haben. Wir kommen mit unserem veränderten Kader jetzt langsam dahin, wo wir hinwollen“, sagte Strobl nach dem Sieg gegen die NINERS aus Chemnitz.

Defensive und Teamspiel als Lösung

Ein Beleg dafür waren das gute Zusammenspiel und auch die Verteidigung. Die Löwen hatten gegen Chemnitz lediglich 77 Punkte zugelassen und am anderen Ende starke 29 Assists verteilt, sowie 61 Prozent ihrer Feldwürfe verwandelt.

„Hamburg hat einen sehr starken Kader mit viel Qualität. Für uns wird es vor allem darauf ankommen, mit dem defensiven Druck klarzukommen, den sie ausüben. Damit geht einher, dass wir unbedingt auf den Ball aufpassen müssen – das wird ein wesentlicher Aspekt des Spiels sein“, sagte Pete Strobl.

Spielverlauf in Hamburg

Die Basketball Löwen verfolgten einen „bissigen“ Defensivplan und führten durchgängig bis zum 20:10. Zur Pause hatte eine 43:38-Führung bestand. James Robinson und Gavin Schilling hatten schon jeweils zehn Punkte verbucht. Im Reboundspiel hatten die Löwen Vorteile. Das dritte Viertel verlief komplett ausgeglichen (59:54). Mit einem Zwischenspurt setzten sich die Löwen auf 69:57 ab und schienen der sichere Sieger zu sein. Völlig unverständlich riss dieser Lauf und die Hamburger drehten das Spiel. Plötzlich führten die Gastgeber nach einem 13:0-Lauf mit 70:69. Die Löwen zeigten Moral und erspielten sich erneut einen Vorteil von vier Punkten (74:70) und hatten beim Stande von 75:75 auch noch den letzten Wurf. Es sollte nicht sein! Das Momentum lag nun bei den Gastgebern, die wegen weiterer ausgelassener Chancen der Löwen das Spiel schließlich in der Overtime gewannen.

Gleich Samstag haben die Löwen die Möglichkeit auf eine Revanche, denn eigentlich war schon heute der Sieg greifbar nah.

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