Crailsheim. Nach der Niederlage in Ludwigsburg fuhren die Basketball Löwen gleich weiter zu den HAKRO Merlins Crailsheim, die als BBL-Tabellendritter in dieser Saison für Furore sorgen. Obwohl die Löwen gegen eines der besten Offensiv-Teams der BBL stark verteidigten, verloren sie mit 69:75 (36:45). Für die Braunschweiger trafen Karim Jallow (18) und James Robinson (13) am erfolgreichsten. Der Schlüssel zum Sieg lag an der Dreipunktlinie, aber von dort trafen die Löwen unter starkem Verteidigungsdruck der Gastgeber mit 14,3 Prozent deutlich zu selten.

Die Basketball Löwen starteten perfekt in die Partie und führten schnell mit 10:0 und anschließend 22:9 im ersten Viertel. James Robinson war gleich gut drauf und steurte sieben Punkte bei. Der Fokus lag nach der hohen Hinspielniederlage (75:108) auf der Defensive, in die sich auch Neuzugang Arnas Velicka gleich gut einreihte. Der junge litauische Nationalspieler betrat nach fünf Minuten erstmalig BBL-Parkett und bot eine ordentliche Leistung an. Sein Mitwirken und die schnelle Zulassung nach den obligatorischen Gesundheitschecks war für die Löwen und den zukünftigen Integrationsprozess wichtig. Insbesondere weil „Bazou“ Koné weiter mit Rückenproblemen fehlte.

Zweite Viertel entscheidet das Spiel

Die „Merlins“ verkürzten vor dem Viertelende noch auf 22:14 und kamen fortwährend besser ins Spiel. Im zweiten Viertel erzielte allein MVP-Kandidat Trae Bell-Haynes (14) so viele Punkte wie das gesamte Löwen-Team. Die Basketball Löwen gerieten mit 23:25 in Rückstand und konnten in diesem Viertel keine Stopps setzen. Sie kassierten 31 Punkte und lagen zur Halbzeit mit 36:45 zurück. In allen anderen Vierteln schafften es die Löwen die offensivstarken „Merlins“ bei durchschnittlich 15 Punkten zu halten, was Ausdruck einer starken Defensivleistung ist. Allerdings war das auch das Mittel der Gastgeber gegen die Braunschweiger Dreipunktschützen. Insbesondere der Löwen-Kapitän und Nationalspieler Lukas Meisner durfte oft nur unter starker Bedrängnis werfen.

Unter dem Korb geriet Gavin Schilling in „Foultrouble“ und konnte in der zweiten Halbzeit keine Akzente mehr setzen. Bei 49:60 nach dem dritten Viertel und beim Stande von 58:71 im vierten Viertel schien das Spiel entschieden. Aber die Basketball-Löwen zeigten erneut eine gute Moral und Mentalität und kamen mit einem 9:0-Lauf noch einmal heran. Für einen Sieg sollte es aber nicht mehr reichen, da die „Merlins“ im Stile einer Spitzenmannschaft zum Schluss ihre Punkte von der Freiwurflinie erzielten.

Trainerstimme zum Spiel

Pete Strobl (Basketball Löwen): „Glückwunsch an Crailsheim. Sie sind ein Team, das sehr gut zusammenspielt und mit Trae Bell-Haynes einen starken Playmaker hat, der das Tempo kontrolliert. Er hat viele Fouls gezogen und Freiwürfe bekommen, was uns weh getan hat. Aber wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und wir können stolz auf unsere Verteidigung sein, die in den vergangenen drei Spielen immer besser geworden ist. Zudem sind wir sehr glücklich darüber, dass Arnas Velicka jetzt bei uns ist. Er muss natürlich noch unsere Systeme verinnerlichen. Aber man konnte heute schon sehen, dass er schnell ist und mit dem Team zusammenspielen will. Schlussendlich haben wir wieder bis zum Ende gekämpft, gezeigt, dass wir an uns glauben und einen guten Teamspirit haben. Dennoch müssen wir weiter hart arbeiten, um Siege zu holen.“

Basketball Löwen: Wank 7 (4 Ballgewinne), Watkins n.e., Zeeb 3, van Slooten, Meisner 8 (5 Rebounds, 2 geblockte Würfe), Robinson 13, Göttsche 2, Peterka 2, Roosch n.e., Velicka 8 (3 Assists), Schilling 8 (5 Rebounds), Jallow 18 (5 Rebounds).

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