Braunschweig. Vor 3187 Zuschauern gewannen die Basketball Löwen in der VW-Halle mit 82:77 (39:42) gegen EuroCup-Top16-Teilnehmer ratiopharm Ulm. Damit bauten die Löwen ihre Heimserie aus und folgten der Aussage ihres Coaches Frank Menz, der trotz der bitteren Pokal-Pleite in Frankfurt Zuversicht für die folgenden Heimspiele ausgestrahlt hatte.

In einem Spiel mit ständig wechselnden Führungen machten beide Teams Werbung für den Basketball-Sport. Unerwartete Aktionen wechselten sich mit unterschiedlicher Effizienz beider Mannschaften ab. Die Löwen führten schon mit 33:21 mussten aber dennoch mit einem Rückstand von 39:42 in die Halbzeitpause gehen.

Es war ein Wechselbad der Gefühle. Nicht alle Akteure der Löwen spielten auf ihrem höchstem Level, dennoch reichte es zum Sieg gegen die ambitionierten Ulmer. Löwen-Point-Guard Joe Rahon zeigte seine beste Saisonleistung und überzeugte mit einem Double-Double bestehend aus 13 Vorlagen und zwölf Punkten. Thommy Klepeisz steuerte unter Zeitdruck mit seinem Dreier zum 78:74, den Game Winner bei. Seine abschließenden Freiwürfe sicherten den vierten Heimerfolg in Serie.

Löwen auf Playoff-Kurs

Der Blick auf die Tabelle gefällt den Löwen-Fans mittlerweile deutlich besser als noch zu Saisonbeginn. Mit sechs Siegen bei sechs Niederlagen bewegen sich die Löwen zwischen den Platzierungen 6 bis 12. Der aktuelle achte Tabellenplatz wäre das Wunschergebnis der Löwen zum Abschluss der Serie. Auch wenn das Wort „Playoff“ niemand in den Mund nehmen möchte.

Das nächste Spiel noch vor dem Jahreswechsel bestreiten die Löwen am 30. Dezember um 18 Uhr in der VW-Halle gegen Science City Jena, die aktuell erst drei Siege verbuchen konnten. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass die Basketball-Löwen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Spielauswertung und Kommentare

Viertel aus Löwensicht: 19:18, 20:24, 17:17, 26:18;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Danke Thorsten für die Glückwünsche. Ich bin erneut sehr zufrieden mit der Leistung, die wir hier abgeliefert haben. Das ist nicht selbstverständlich gegen so eine starke Ulmer Mannschaft. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Und wahrscheinlich sind wir alle etwas überrascht, dass wir dort stehen, wo wir jetzt stehen und ich hoffe, dass wir Selbstvertrauen mitnehmen. Zum Spiel direkt: Wir haben in der ersten Halbzeit gut begonnen, dann unerklärliche Fehler und uns selbst Druck gemacht. Wir hatten drei Fehlpässe, die uns den Rhythmus genommen haben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Wir wissen, dass wir mit DeAndre Lansdowne und Scott Eatherton alleine keine Spiel gewinnen können. Darum war es wichtig, dass auch andere Spieler Leistung zeigen. Dieses Mal ist da Joe Rahon zu nennen, mit seiner wahrscheinlich besten Leistung, die er hier in Braunschweig abgeliefert hat. Jetzt gilt es, den Fokus auf das Spiel gegen Jena zu richten.“

 

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Glückwunsch an Frank Menz und seine Mannschaft zum Sieg. Es gibt diverse Gründe, warum wir heute nicht gewonnen haben. Auf der einen Seite hat Braunschweig Qualität. Und auf der anderen Seiten haben sie ein sehr gutes Spiel gemacht und sich nicht abschütteln lassen. Es gab immer wieder Phasen, in denen wir engagiert verteidigt haben. Es gab aber auch Spieler bei Braunschweig, die wir nicht in den Griff gekommen haben. In der ersten Halbzeit waren das Lansdowne und Sengfelder, und in der zweiten Halbzeit Scott Eatherton und Joe Rahon. Dann haben wir 26 Punkte im letzten Viertel bekommen, das ist zu viel. Bei uns hatten einige Spieler offensiv einen schwachen Tag, wir haben nur 36 Prozent aus dem Zweipunktebereich getroffen. Dann ist es einfach schwer, zu gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig:
Nawrocki, Blake 4 (6 Rebounds), Figge n.e., Lansdowne 15 (9 Rebounds, 6 Assists), Klepeisz 10, Sengfelder 17, Kovacevic n.e., Koné 2, Hines 2, Rahon 12 (13 Assists), Eatherton 18 (8 Rebounds), Lagerpusch 2.

ratiopharm ulm:
Reinhardt 17, Miller 11 (5 Rebounds, 4 Assists), Evans 12 (6 Rebounds), Green 9 (11 Rebounds, 4 Ballgewinne), Günther, Thompson 4, Akpinar 3, Radosavljevic 10, Ugrai, Schilling, Fotu 6 (4 Ballgewinne), Krämer 5.