Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

ich weiß nicht, wie es Ihnen bisher in der Pandemie gegangen ist? Gemischte Gefühle waren es zumindest bei mir.

Den Lockdown zu Beginn des Jahres habe ich als notwendig erachtet. Und die Infektionszahlen verringerten sich auch zusehends, so dass im Sommer nur noch sehr geringe bis keine Infektionen im Landkreis Wolfenbüttel zu verzeichnen waren. Ich war sehr zuversichtlich, dass wir alle mit „einem blauen Auge“ durch die Pandemie kommen könnten.

Auch danach waren zwar stark steigende Infektionszahlen in Bayern und NRW feststellbar, aber wir im Landkreis Wolfenbüttel und in der Gemeinde Cremlingen hatten weiter geringe Anstiege zu verzeichnen.

Seit etwas mehr als zwei Wochen steigen nun auch die Infektionszahlen bei uns wieder stark an. Und seit wenigen Tagen auch exponentiell.

Und vorgestern haben sich die Bundeskanzlerin und die Länderchefs für einen erneuten Lockdown ab dem 2. November für vier Wochen entschieden. In der Zeit werden sich wieder starke Einschränkungen für unser Leben ergeben.

Dass wir über vier Wochen auf Freizeit- und Sportveranstaltungen verzichten sollen, ist verschmerzbar. Dass die Gastronomie und Hotellerie trotz Hygienekonzepten wieder werden schließen müssen, findet wahrscheinlich weniger Akzeptanz.  Von diesen Bereichen hängen viele Arbeitsplätze und Existenzen ab und ob der angekündigte Umsatzausgleich der Bundesregierung ausreichend sein wird, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls, so rufe ich Sie auf, handeln Sie so solidarisch, wie zu Beginn der Pandemie und nutzen Sie die Außerhausverkäufe, so diese denn angeboten werden. Wir brauchen unsere gastronomischen Angebote in der Gemeinde und in den Ortschaften. Sie dienen insbesondere auch als zentrale Kommunikationsorte und gehören zur örtlichen Gemeinschaft. Und als diese wollen wir sie nach der Pandemie auch wieder in Anspruch nehmen.

Die Politik möchte, dass KiTas und Schulen so lange wie möglich geöffnet bleiben. Schon früh haben wir unsere Einrichtungen in der Gemeinde für Dritte gesperrt, um Infektionen zu vermeiden. Die Eltern haben das weitestgehend klaglos hingenommen, weil sie wussten, dass damit das Risiko einer Schließung minimiert werden kann. Auch in unseren Grundschulen gibt es umfassende Hygienekonzepte, die auch bisher gut gegriffen haben. Ständiges Lüften kann das Infektionsrisiko verringern. Weitergehende Maßnahmen, z. B. zusätzliches Filtern der Umluft, werden zurzeit durch die Verwaltung geprüft.

In dieser Woche hat RTL Extra über eine Studie der Bundeswehr berichtet, dass Filteranlagen und eine Abtrennung der Sitzplätze durch Plexiglasscheiben sehr wohl einen positiven Effekt haben könnten. Die Verwaltung hat darüber im Arbeitssicherheitsausschuss beraten und die Fachleute um Prüfung gebeten, welche Anlagen für Klassenräume in Frage kommen und ob auch ein signifikanter Effekt für Grundschulen zu erzielen ist.

Abschließend möchte ich Sie eindringlich bitten, in den nächsten vier Wochen wieder die privaten Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren.  Denn die letzten Ereignisse haben auch in der Gemeinde Cremlingen gezeigt, dass sich insbesondere im Privaten viele Menschen einem erhöhten Risiko aussetzten und im schlimmsten Fall anstecken.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, den drastisch steigenden Infektionszahlen im Landkreis Wolfenbüttel und in der Gemeinde Cremlingen Einhalt zu gebieten

Seien Sie solidarisch, achten Sie auf Ihre Mitmenschen und bleiben Sie weiterhin gesund.

Ihr Detlef Kaatz

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