Mit einer tadellosen kämpferischen Einstellung erkämpfen sich die Löwen von Drittligist Eintracht Braunschweig am 28. Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern einen letztlich verdienten Punkt. Bei widrigen Verhältnissen, Dauerregen und einem unwürdigen Fußballplatz, war Torwart Jasmin Fejzic der Garant für diesen Teilerfolg. In der 21. Minute parierte er vor 16.650 Zuschauern einen von Albaek platziert geschossenen Elfmeter.
Eintracht-Coach musste schon vor dem Anpfiff eine weitere Umstellung vornehmen. Routinier Nehrig fiel krankheitsbedingt aus und wurde von Nkansah in der Innenverteidigung ersetzt. Im Mittelfeld liefen Pfitzner, Janzer und Feigenspan für Bulut, Menz und Bär auf.

Und die Eintracht begann forsch. Die Löwen störten das Aufbauspiel der Pfälzer frühzeitig, was den Roten Teufeln wenig gefiel. Immer wieder lief der Ball über die linke Braunschweiger Seite bis an den Lauterer Strafraum. Dort allerdings war Blau-Gelb mit dem Latein am Ende. Bis zur Halbzeit konnten sich die Gäste nicht eine echte Torchance herausspielen.

Fejzic hält Elfmeter

Die wohl spielentscheidende Situation sahen die Zuschauer in der 21 Minute. Rütten hielt den enteilten Thiele kurz fest und Schiedsrichter Dietz zeigte auf den Elfmeterpunkt. Und zum Entsetzen der Eintracht auch noch die Rote Karte. Zwar setzte die tolle Reaktion von Fejzic Kräfte frei, doch 70 Minuten in Unterzahl, die Mission Suieg oder wenigstens Unentschieden schien vorzeitig unmöglich.

Eine Einschätzung, die der FCK mit zunehmendem Druck untermauerte. Doch dem FCK ging es nicht anders als vorher den Gästen. Ein flotter Spielaufbau, doch die Braunschweiger 5er-Abwehrreihe stand sicher und unüberwindbar. Gelang das trotzdem einmal, war da ja immer noch ein Keeper, der auf der Linie der beste seiner Klasse sein dürfte.

0:0 zur Halbzeit

Nach dem Wechsel ging es weiter wie gehabt. Lautern drückte, Eintracht verteidigte mit Mann, Maus, Beinen und Armen. In der 55. Minute musste allerdings wieder Fejzic ran. Sternberg hatte den Ball perfekt auf Thiele durchgespielt, der aus spitzem Winkel jedoch an den Beinen von Fejzic scheiterte. Zwei Minuten später versuchte Sickinger, Braunschweigs Torwart aus 25 Metern zu überlisten – doch der war auf dem Posten.

Und so ist das im Fußball, wer es krampfhaft mit der Brechstange versucht, scheitert. Allerdings spielte das Wetter den Gästen in die Karten. Der zunehmende Regen verhinderte das Kombinationsspiel des Tabellenzwölften, der mit zunehmender Spieldauer zu erkennen gab, dass er der Gäste-Gegenwehr nicht viel entgegenzusetzen hatte.

Elftes Unentschieden

So konnte Eintracht sich sogar noch zwei Chancen herausspielen. In der 69. Minute segelte ein Janzer-Freistoß quer durch den ganzen Strafraum. Hier fehlte ein wenig Glück, um den Ball über die Linie zu bekommen. In der 77. Minute landete ein Menz-Einwurf bei Hofmann, der den Ball auf Janzer verlängert. Leider verstolperte der die Chance. Aber ein Treffer wäre vielleicht auch etwas zu viel des Guten gewesen.

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Mit einem Kraftakt der besonderen Art retteten die Löwen den Punkt über die Runden. Ein verdienter Punkt. Damit bleiben die Löwen seit fünf Spielen ungeschlagen, aber nur mit Unentschieden ist die Klasse wohl nicht zu halten. Ein Sieg gegen Meppen am kommenden Sonntag (14 Uhr) wird da fast schon zur Pflicht. Doch der SVM ist seit sieben Spielen ungeschlagen.

Stimmen zum Spiel:

Andre Schubert: 0:0 nach 70 Minuten in Unterzahl, da bin ich auf jeden Fall zufrieden. Und vorn hatten wir sogar die klarste Chance des Spiels, und hinten haben wir nichts zugelassen. Die Elfmeterentscheidung war definitiv zu hart. Wir werden uns jetzt schnell erholen, haben aber genug Spieler im Kader, um gegen Meppen eine gute Partie zu spielen.

Sascha Hildmann: Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber die Eintracht hat so leidenschaftlich gekämpft, dass wir letztendlich mit dem Punkt zufrieden sein müssen. Uns fehlte einfach die Leichtigkeit, um Chancen heraus zu spielen.