Ein DrumCircle ist wörtlich übersetzt ein Trommelkreis. Mitreißend klingt das nicht. Aber wenn man wie die Kinder und das Kollegium der offenen Ganztagesschule Destedt einen echten DrumCircle mitmacht und am eigenem Leibe erlebt und wenn dieser von einem hochmotivierten und begeisternden Moderator wie Ben Flohr angeleitet wird, dann bebt der ganze Schulhof und die Luft füllt sich mit Rhythmus pur.

Begeisterung pur beim DrumCircle

In fünf Kreisen waren Bankreihen auf dem Schulhof aufgebaut, an jedem Platz lag ein Trommelinstrument. Im Fünfminutentakt kamen die Klassen nacheinander in den Kreis, setzten sich an ihre vorgesehenen Plätze und begannen sofort, nach den oftmals nur durch Gesten dargestellten Rhythmen zu trommeln. Schon das rhythmische Beben der ersten Klasse, der 4b, löste soviel Begeisterung aus, dass die anderen sich Stück für Stück dazusetzten und es kaum erwarten kommen, mitmachen zu dürfen.

Ob lauter, leiser, schneller, langsamer, wild oder verhalten, der Spaß wollte kein Ende nehmen. Bemerkenswert wie Ben Flohr mit wenigen spaßigen Worten und einem herausragenden Minenspiel die Kinder in eine andere Welt voller Rhythmen führte. Doch schon nach 20 Minuten begann der Himmel sich zu verdunkeln. Fleißig wurde versucht, die Wolken weg zu trommeln, aber die zeigten sich leider unbeeindruckt. Im Gegenteil, nach 35 Minuten begann es zu regnen ohne aufzuhören. Schnell halfen alle Kinder die Trommeln in der Aula in Sicherheit zu bringen.

Rhythmisches Feuerwerk

Ben Flohr hatte sich schweren Herzens entschlossen, den DrumCircle abzubrechen: „Kinder nass, Trommeln nass, das geht nicht“. Aber die Kinder forderten ihn unmissverständlich auf: “Weitermachen!“ und es ging weiter. Es wurde sogar noch besser als es draußen war. Eng aneinandergedrängt feuerten sich Ben Flohr und die Kinder noch stärker gegenseitig an. Es entstand ein rhythmisches Feuerwerk, das es so noch nie in der Aula gegeben hat. Die Luft bebte, alle litten am Trommelfieber und zum Schluss waren alle wieder trocken. „Das wird ein Nachspiel haben“, so äußerte sich Schulleiter Ulli Kleinfeldt und begann schon über eine Fortsetzung nachzudenken.

Ulli Kleinfeldt

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