Wolfsburg. Die Wölfe biegen ein auf die Zielgerade. Nicht nur am kommenden Samstag, den 13. April um 15.30 Uhr bei Rasenballsport Leipzig können sie ihre Europa League-Ambitionen untermauern. Im April warten mit Eintracht Frankfurt und der TSG Hoffenheim weitere Anwärter auf die internationalen Plätze. Sollte es dem VfL gegen diese drei lange unbesiegten Teams gelingen, ebenfalls ungeschlagen zu bleiben, dann ist im Mai gegen Nürnberg, Stuttgart und Augsburg alles möglich.

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia sieht eine große Geschlossenheit in seinem Team und bringt seinen Spielern ein hohes Maß an Vertrauen entgegen. Der Ausfall von Stammtorhüter Koen Casteels hingegen wiegt schwer, da er voraussichtlich aufgrund einer schweren Muskelverletzung in dieser Saison auch nicht mehr ins VfL-Tor zurückkehren wird.

Pavao Pervan ist als Casteels-Ersatz gefordert

In seinen bisherigen drei Einsätzen überzeugte der österreichische Ersatzkeeper Pavao Pervan, so dass die VfL-Verantwortlichen dennoch zuversichtlich bleiben. Besonders am vergangenen Wochenende beim Sieg gegen Hannover 96 strahlte er große Sicherheit und Souveränität aus, obwohl er erst kurz vor Spielbeginn von seinem Einsatz erfuhr. Den langfristigen Ausfall einiger Stammspieler wie Josuha Guilavogui, Ignacio Camacho oder Daniel Ginczek hatten die Wölfe ebenfalls gut kompensiert.

Arnold kehrt nach Gelbsperre zurück

Maximilian Arnold hat seine Gelbsperre ausgesessen und steht in Leipzig wieder zur Verfügung. Anders sieht es bei Yannick Gerhardt aus, der voraussichtlich weiterhin verletzungsbedingt pausieren muss.

Die Konstellation im April ist sehr herausfordernd. In Leipzig, gegen Frankfurt und in Hoffenheim werden die „Trauben besonders hoch hängen“. Die Rasenballsportler gewannen zuletzt in Leverkusen mit 4:2 und erreichten unter der Woche auch das DFB-Pokal-Halbfinale. Genau aus diesem Grunde hat der VfL noch eine Rechnung offen, verloren sie doch in Leipzig mit 0:1 und schieden aus dem DFB-Pokal aus.

Trainerfrage weiterhin offen

In der Trainerfrage lassen sich die VfL-Verantwortlichen nicht drängen. Der ehemalige VfL-Coach Martin Schmidt heuerte unterdessen beim FC Augsburg an. Kaum vorstellbar, dass ausschließlich nur die gehandelten Kandidaten in den Fokus geraten sind. Ein aufstrebender Trainer mit einer sich entwickelnden Vita und geeigneten Spielphilosophie würde passen.

Rundschau-Tipp

Die Wölfe holen einen wertvollen Auswärtspunkt nach einer frühen Führung, so dass sie sich auf ein ausgeprägtes Umschaltspiel einstellen konnten.