.Weihnachten ohne Weihnachtsmärkte, gemeinsam gesungene Lieder, Kinderlachen beim Karussellfahren, Weihnachtsbäckerei und fröhliche Feiern – das scheint kaum vorstellbar.

Wenn uns die aktuelle Krise aber bisher eines gelehrt hat, dann ist es vielleicht die Erkenntnis, dass sie kreative Lösungen ermöglicht und Wege eröffnet, die man sich zuvor nicht vorstellen konnte. So möchte der „Sternweg“ die Hoffnung, die Zuversicht und den besonderen Zauber der Weihnachtszeit einfangen und auf zehn künstlerisch gestaltete Bildtafeln vor unseren Türen bannen, so dass wir uns alle beim adventlichen Spaziergang daran erfreuen können.

Philosophie vom „Sternweg“

An zehn zentralen Punkten in den Ortschaften Wendeburg, Wendezelle und Zweidorf präsentiert sich die Weihnachtsgeschichte auf ebendiesen Tafeln einmal ganz besonders. Die Unterstützer und Partner des Projektes haben sich begeistern lassen von der Philosophie dieses „Weges“, der quer durch den Ort, und damit auch durch seine Geschichte und zu seinen Einwohnern führt. In einem besonderen Begleitheft, das jeden Haushalt der Gemeinde zum Beginn der Adventszeit erreichen wird, finden sich genaue Informationen zu den Standorten der Tafeln, den Hintergründen, sowie alle bisherigen Unterstützer und Partner des Projektes. Unter www.wendeburgerweg.de sind zusätzliche Informationen und Wissenswertes auch online abrufbar.

Nur eine starke Gemeinschaft kann auch in diesen Zeiten eine lebendige Gemeinde erschaffen und den Menschen zeigen, dass sie trotz aller sozialen Distanz nicht vergessen werden. So haben sich politisches, kirchliches und bürgerschaftliches Engagement vereint, um ein ganz besonderes Weihnachtserlebnis für alle Menschen in der Gemeinde Wendeburg zu erschaffen, das uns zumindest im übertragenen Sinne miteinander verbindet und uns als Gemeinschaft stärkt.

Initiative für die gesamte Gemeinde Wendeburg

Das Projekt nimmt seinen Ausgangspunkt zwar im Kernort Wendeburg, ist aber als Initiative für die gesamte Gemeinde Wendeburg entstanden. Fortgeführt im Kulturprojekt „Wendeburger Weg“ präsentieren sich ab Januar 2021 spannende Informationen, Daten und  Fakten zur Ortshistorie, zu bedeutenden Bauwerken, Denkmälern und Institutionen auf den Tafeln.

Das Konzept des „Wendeburger Wegs“ soll dabei zukunftsgerichtet und nachhaltig sein.

Die Initiatoren erhoffen sich eine Ausweitung des Projekt-Weges auch auf die anderen Ortschaften der Gemeinde Wendeburg. so dass wir unsere Kultur, den Dialog und die Vielfalt unserer bunten Vereins- und Verbandskultur fördern und immer wieder neu erschaffen können.

Wir hoffen, dass sich alle bereits jetzt eingeladen fühlen, sich von der Weihnachtsstimmung anstecken zu lassen, die sich im Begleitheft stimmgewaltig präsentiert, und natürlich den „Sternweg“ auch in der Realität zu beschreiten.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit 2020.

Advent, das ist die Zeit des Wartens und der Vorfreude, der Adventskalender, die den Kindern und auch den Erwachsenen die Ungeduld vertreiben sollen. Aber worauf warten wir eigentlich so ungeduldig?

Die lang ersehnte Weihnachtszeit, die sich an den Advent anschließt, ist für die meisten von uns eine Zeit der Freude und des Jubels, der Geschenke, des Lachens und der Familie.

Doch in der Weihnachtsgeschichte steckt so viel mehr:  Erwartung, Sehnsucht und die Suche nach etwas, das größer ist als wir alle. Es ist eine Geschichte von Wegen, die die verschiedensten Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen  beschreiten. Sie alle führen am Ende zu einem Ziel.

Was aber suchten die Menschen aus der biblischen Geschichte, die uns so wohlbekannt erscheinen, damals wirklich?

Wer machte sich auf den Weg, um am Ende anzukommen. Im Lateinischen bedeutet Advent nämlich nichts anderes als „Ankunft“. Das ist aber nicht allein die sprichwörtliche Ankunft des Herrn, des Christkindes, die Ankunft eines Menschenkindes, das viel mehr sein sollte, als es den Anschein haben mochte in jener Nacht, die wir als die heilige Nacht, den heiligen Abend kennen.

Um anzukommen, muss man sich auf den Weg machen. Der Engel des Herrn machte sich auf den Weg nach Nazareth, einer kleinen Stadt in Galiläa. In Marias Leib machte sich ein „winziges Korn“ auf den Weg, ein Mensch zu werden. Josef machte sich auf den Weg nach Bethlehem, mit seiner Frau, die schwanger war.

Alle Menschen waren in jenen Tagen unterwegs, denn sie alle mussten an den Ort ihrer Abstammung zurückkehren, um sich in den kaiserlichen Büchern zählen zu lassen.

Viele machten sich in jenen Tagen auf ihre ganz eigene Suche, nach ihren tiefsten Bedürfnissen, Hoffnungen und Wünschen.

Maria und Josef suchten als erste, einen Ort zum Ausruhen, der Ruhe und des Friedens, Einen Ort, auf dem Jesus sich auf den Weg machen konnte, das Licht der Welt zu erblicken. Und sie fanden genau das, was sie brauchten in einem kleinen Stall.

Die Hirten suchten Trost und Gemeinschaft, einsam am Feuer in dunkelster Nacht. Und sie fanden auf ihre Weise genau das, was sie sich zu suchen nicht einmal getraut hatten: den Heiland und Retter, als Gottes Sohn zur Welt gekommen, jubilierend angekündigt von den himmlischen Heerscharen, so klein und hilflos er als Menschenkind auch erscheinen mochte.

Die Weisen suchten einen König, größer und mächtiger als alle vor und nach ihm – und auch sie fanden genau das, was sie gesucht hatten in dem Kind in der Krippe, unter dem Stern, der sie auf ihrem Weg geleite hatte.

Ein Sternweg, der uns in dunkelster Nacht leuchten kann. Eine Hoffnung, die uns durch alle Widrigkeiten des Alltags tragen kann. Ein Vertrauen in das, was war, was ist und was kommt. Das alles kann unser Leben, kann der Advent, kann die Weihnacht für uns hier und jetzt sein.

Denn jeder wird auf seinem Weg nur das finden, was er gesucht hat. Aber wenn wir uns auf den Weg machen, wird die Erwartung und Vorfreude des Weges am Ende genauso wichtig sein wie das Ziel. Denn sie lassen uns spüren, dass der Glaube und die Hoffnung auf etwas, das noch kommen wird, auf die Gemeinschaft vieler, vereint an der Krippe, viel stärker ist, als wir allein.

Mareike Hornig

Zur Startseite

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here