Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals. Als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland setzt sie sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Beim Tag des offenen Denkmals bündelt sie alle Veranstaltungen und macht so das Kulturevent als gemeinsame Aktion sichtbar. Das diesjährige Motto lautet:

Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

Im Kaiserdom Königslutter werden am 12. September drei Kurzführungen um 12, 14 und 15 Uhr angeboten, die das Motto des Tages aufgreifen. Gemeinsam mit dem Bauhistoriker Dr. Norbert Funke können die Besucherinnen und Besucher der Frage nach dem „Sein oder Schein“ auf den Grund gehen. Genauer betrachtet werden zunächst die Wandmalereien, die dem Innenraum eine so außergewöhnliche Aura verleihen. Was ist mittelalterlich, wo trügt der Schein und an welchen Stellen ist nichts, wie es scheint? Als kaiserliche Gründung ist das romanische Bauwerk auch ein Symbol des Machtanspruchs seiner Stifter Lothar III. und Richenza. Wo zeigt sich dieser Anspruch in der Architektur, wo geht es Repräsentation? Konkret gefragt: Ist eine Säule einfach nur eine Säule? Während des Tags des offenen Denkmals haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, das nur wenige Schritte entfernte Haus Scheepers und die neue Jugendbauhütte Niedersachsen/Ostfalen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kennenzulernen. Dort ist für ein attraktives Begleitprogramm mit Musik und Gastronomie gesorgt.

Dr. Norbert Funke

Foto (Anhang): Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, A. Greiner-Napp

Zur Startseite

 

 

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here