Es ist wahrlich schade, dass Eintracht Braunschweig und die Zweite von Bayern München heute um 14 Uhr vor leeren Rängen spielen müssen. Denn in dieser Partie trifft nicht nur der Fünfte auf den Vierten, sondern mit München auch die Mannschaft der Rückrunde auf einen Aufstiegskandidaten. Ein Tor Differenz trennt die beiden Teams vor der heutigen Partie. Für die Löwen heißt das, bloß nicht verlieren. Die Serie von zwei Siegen seit Wiederbeginn ist ausbaufähig.

Eintrachts Trainer Marco Antwerpen kann aus dem Vollen schöpfen, nahezu alle Mann an Bord. Torwart Fejzic wird aber noch geschont und Schwenk laboriert noch an einer kleinen Blessur. Vor der Partie teilte Antwerpen mit, er wolle eine schnelle, laufstarke Elf auf dem Platz haben. Eine, die in der Lage ist, Schlüsselspieler der Bayern, wie zum Beispiel Torjäger Wriedt, auszuschalten.

Großes Löwen-Rudel

Ob es dann am Ende wieder acht Veränderungen sein werden, darf bezweifelt werden, ist aber nicht ausgeschlossen. Antwerpen weiß, wem am Ende die Luft ausgeht, der dürfte Anbetracht der Tabelle letztlich das Nachsehen haben. Und da sollte Eintracht Braunschweig mit ihrem 29 Spieler umfassenden Kader nicht dazugehören.

Selbstbewusstsein sollte nach zwei Erfolgen ausreichend vorhanden sein. Der FCB II hat ja in seinen Partien auch keinen Gegner einfach nur so „an die Wand“ gespielt. In den beiden vergangenen Partien fiel die Entscheidung quasi in  letzter Sekunde.

Das wissen auch die Gastgeber. Es gilt also, wenn es darauf ankommt, bis zur 95. Minute hellwach und konzentriert zu bleiben. Beim FCB reicht ein lichter Moment. Und die Elf von Trainer Hoeneß ist variabel. Wie kaum eine andere Mannschaft beherrscht sie gleich drei, vier Systeme wie aus dem EffEff. Da ist die Eintracht gut beraten, die Gäste erst gar nicht ins Spielen kommen zu lassen.

Schwächen in der Abwehr

Das geht am Einfachsten durch Tore. Da hat Blau-Gelb ja auch noch Optimierungspotenzial. Denn am Ende der Saison könnte nämlich wieder ein Törchen den Ausschlag geben. So hart, beziehungsweise eng, geht es in Liga 3 zu. Dass die Bayern bereits 49 Gegentore, und damit neun mehr als ihr heutiger Gastgeber, auf dem Konto haben, beweist ja auch, dass es in der Defensive durchaus Schwachstellen gibt.

Doch Spiele, egal in welcher Liga, werden nicht auf dem Papier oder online entschieden, sondern einzig und allein auf dem Rasen. Eintracht hat ab 14 Uhr neunzig Minuten Zeit zu beweisen, dass die beiden Siege keine Eintagsfliegen waren, sondern der Beginn eines langanhaltenden Aufwärtstrends.

 

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