Wolfsburg. Am neunten Spieltag der Fußball-Bundesliga überraschten beide Teams mit sehr effizientem Offensivfußball. Der VfL Wolfsburg besiegte Werder Bremen mit 5:3 (3:2) und brillierte mit einer Torquote, die bisher nicht erreicht war. Ridle Baku (22.) und John-Anthony Brooks (25.) drehten das Spiel, während VfL-Torjäger Wout Weghorst (37., 76.) den jeweiligen Ausgleich konterte. Als krönenden Abschluss erzielte der junge Nachwuchsstürmer Bartosz Bialek (90.+5) seinen ersten Saisontreffer. Damit sicherte der VfL den sechsten Tabellenplatz und rutschte sogar vor dem Samstag-Spieltag auf Rang 5.

Das VfL-Trainerteam verzichtete auf Wechsel in der Startelf. Somit vertraute VfL-Cheftrainer Oliver Glasner dem „Auf Schalke“-siegreichen Team. Mit erst fünf Gegentoren waren die Wölfe bis dato in der Spitzengruppe der Liga. In der Ausarbeitung von eigenen Torchancen zeigten sie sich auch verbessert. Soweit die Aussagen des Trainers, der mit seinem Team weiter unbesiegt ist. Kritiker behaupten, dass der Spielplan den Wölfen in die Karten spielen würde.

Sichere Defensivreihen wurden erwartet

Werder Bremen reiste mit der Empfehlung von fünf 1:1-Spielen in Serie an und zeigte sich zu Beginn der Saison wesentlich stabiler als im Vorjahr. Besonders das Remis beim Triple-Sieger Bayern München ließ am letzten Spieltag aufhorchen.

In den ersten zehn Minuten war ersichtlich, warum beide Teams zuletzt so schwer zu besiegen waren. Konzentrierte Zweikampfführung auf beiden Seiten, diszipliniertes Verschieben des Mannschaftsverbundes und ein ständiges Lauern auf Abspiel- oder Spielaufbaufehler des Gegners. Die Wölfe gingen etwas mutiger ins Pressing und waren spielbestimmend. Nichtsdestotrotz fiel der erste Treffer auf der anderen Seite. Maxence Lacroix vertändelte rechts an der Außenlinie gegen Yuya Osako den Ball. Dieser bediente den einlaufenden Leandro Bittencourt (13.) am kurzen Pfosten und plötzlich führten die Gäste von der Weser.

Baku und Brooks drehten das Spiel

Die Wölfe spielten indes unbeeindruckt weiter gegen tief stehende Bremer, die jetzt auf den nächsten Konter lauerten. Die Gastgeber suchten weiter nach Lösungen und belohnten sich schon neun Minuten später mit dem Ausgleich. Ridle Baku (22.) erreichte der Vertikalpass von Maxence Lacroix und der VfL-Neuzugang netzte erneut mit einem Linksschuss ins rechte Eck. Die Wölfe setzten nach und Jean-Manuel Mbom konnte Admir Mehemdi nur mit einem Foul stoppen. Der anschließende Freistoß als Variante über Josip Brekalo erreichte John-Anthony Brooks (25.), der mit einem wuchtigen Kopfball in die linke Ecke erfolgreich war. SVW-Trainer Florian Kohfeldt reagierte schnell und korrigierte seine Aufstellung, nachdem die Wölfe das Spiel gedreht hatten.

Werder ließ nicht locker – Weghorst war zur Stelle

Kevin Möhwald kam für den unglücklich spielenden Jean-Manuel Mbom. Ein glückliches Händchen, denn Möhwald (35.) war sofort per einstudierter Ecke erfolgreich. Es ging nun hin und her, so spektakulär war es zuletzt selten in der VW-Arena. Sämtliche Fehler des Gegners wurden beidseitig sofort eiskalt ausgenutzt! Josip Brekalo dribbelte über die rechte Seite keine 90 Sekunden nach dem Ausgleich. Admir Mehmedi verpasste zentral den Ball, den Wout Weghorst (37.) entschlossen im Fallen zur Führung der Wölfe verwandelte. Die Bremer übernahmen die Kontrolle, weil sich die Wölfe etwas tiefer positionierten. Dennoch hätte ein Kopfball von Renato Steffen (45.+1) auf Vorlage von Josip Brekalo fast noch eingeschlagen.

Nach der Pause machte Werder gleich Tempo. John-Anthony Brooks (47.) zeigte sich offensichtlich beeindruckt und verwandelte eine mäßig gefährliche Flanke von Milot Rashica ins eigene Netz. Das Spiel konnte jetzt in beide Richtungen laufen. Werder setzte auf Konter, die Wölfe bespielten den Defensivverbund der Gäste. Maximilian Arnold (55.) und Josip Brekalo (56.) mit gefährlichen Distanzschüssen, Milot Rashica (59.) mit einem Außennetz-Treffer sorgten für Gefahr. Die Gäste zogen sich immer weiter zurück und wollten augenscheinlich den einen Punkt sichern.

Wölfe wollten den Sieg mehr

Doch die Wölfe hatten noch einen Spielzug parat. John-Anthony Brooks schickte Linksverteidiger Jerome Roussillon, der seinen Torjäger Wout Weghorst (76.) fand. Der wuchtige Kopfball des Stürmers war gegen die Laufrichtung des Werder-Keepers gesetzt. Die gelb-rote Karte nach Ballverlust für Kevin Möhwald (80.) spielte den Wölfen dann zusätzlich in die Karten. Dennoch versuchten die Gäste mit vereinten Kräften den erneuten Ausgleich zu erzielen. Ein Freistoss von Ludwig Augustinsson (90.) musste von Koen Casteels entschärft werden, bevor Bartosz Bialek (90.+5) für die Entscheidung sorgen durfte.

 

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