Bremen. Am 30. Spieltag gewinnt der VfL Wolfsburg bei Werder Bremen mit 1:0 (0:0) und untermauerte bei zeitweisem Starkregen seine Ambitionen. Das goldene Tor köpfte Wout Weghorst (82.), nachdem sich die Wölfe deutlich mehr Spielanteile erobert hatten. Für Werder Bremen wird es mit dem Klassenerhalt nun richtig schwer.

VfL-Cheftrainer Oliver Glasner nahm im Vergleich zur Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt (1:2) nur eine Änderung in der Startelf vor. Admir Mehmedi begann als hängende Sturmspitze hinter Wout Weghorst und sollte für die zündenden Ideen im Offensivspiel sorgen. Für ihn bekam Renato Steffen eine Pause, da das VfL-Trainerteam auf den Außenpositionen auf Josip Brekalo und Joao Victor setzte.

Werder unter Druck

Im Vorfeld sorgte das emotionale Coaching der Werderaner für Gesprächsstoff. Aber wer will es ihnen verdenken. So prekär wie in dieser Saison sah es für die Nordlichter von der Weser schon lange nicht mehr aus. Mit großen Hoffnungen in die Saison gestartet, sollte heute zumindest der Anschluss zum Relegationsplatz wieder hergestellt werden. Die Wölfe hingegen spekulieren weiter auf den sechsten Rang, den sie mit einem Auswärtspunkt wieder einnehmen würden.

Wölfe bissiger

In einem intensiven Nordderby setzten die Wölfe mit Josip Brekalo (12.) und der sehr guten Torchance von Wout Weghorst (13.) nach Doppelpass mit Joao Victor die ersten Zeichen. Doch der tschechische Torhüter der Werderaner Jiri Pavlenka war auf dem Posten. Auf der Gegenseite machte Joshua Sargent (25.) das erste Mal auf sich aufmerksam, wurde aber gerade noch von Maximilian Arnold geblockt. In der 32. Minute musste Koen Casteels bei einem 17-Meter-Schuss von Yuya Osako sein ganzes Können zeigen, um die Null für den VfL zu halten. Insgesamt hatten die Wölfe etwas mehr Biss in den Zweikämpfen, obwohl die Gastgeber mitten im Abstiegskampf sind.

Weghorst mit der Entscheidung

Beide Teams kamen unverändert aus der Pause. Nach einer Flanke von Kevin Mbabu köpfte Admir Mehmedi (56.) knapp neben das Tor. Mit zunehmendem Regen wechselten beide Trainer offensiv als klares Zeichen, dass die Entscheidung gesucht werden soll. In einem regelrechten „Fritz-Walter-Wetter“ wäre zu erwarten gewesen, dass die unter Druck stehende Heimmannschaft das Zepter übernimmt. Doch weit gefehlt! Der VfL zeigte sich physisch und mental der Situation besser gewachsen und setzte die Bremer zunehmend unter Druck. In der 81. Minute rettete nach einem Schuss von Xaver Schlager noch die Querlatte. Kurz darauf belohnten sich die auswärtsstarken Wölfe . Der eingewechselte Felix Klaus flankte nach einem Ballgewinn von Kevin Mbabu auf Wout Weghorst (82.), der völlig freistehend einköpfen konnte. Der ebenfalls eingewechselte Yannick Gerhardt (87.) verpasste die Vorentscheidung, weil Jiri Pavlenka handlungsschnell mit dem Fuß abwehren konnte. Der VfL zeigte sich nun abgezockt und nahm clever die Zeit von der Uhr, so dass die verzweifelten Gastgeber kein mittel mehr fanden.

Damit haben sich die Wölfe den sechsten Rang zurückerobert und ihren Vorsprung bei besserer Tordifferenz um zwei Punkte vor der TSG Hoffenheim ausgebaut.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here