Wolfsburg. Die Grün-Weißen hatten die Chance auf Platz 2 vorzurücken und sie nutzten diese. Am siebten Spieltag gewannen sie ihr Heimspiel vor 27.012 Zuschauer gegen Union Berlin mit 1:0 (0:0) durch einen Treffer von Wout Weghorst (69.) nach mustergültiger Vorarbeit von Josip Brekalo, der kurz zuvor eingewechselt wurde.

Das VfL-Trainerteam um Chefcoach Oliver Glasner setzte erneut auf die eingespielte Defensive mit dem vorgezogenen VfL-Kapitän Josuha Guilavogui. Für den mit Wadenproblemen fehlenden Jerome Roussillon begann Renato Steffen wie schon gegen die TSG Hoffenheim auf der linken Seite. Die offensive Flügelzange bildeten Admir Mehmedi nach überstandenen Adduktorenproblemen und Joao Victor, die Felix Klaus und Josip Brekalo ersetzten.

Von Euromüdigkeit keine Spur

Bereits nach sieben Minuten war Torjäger Wout Weghorst völlig frei vor Gästekeeper Rafael Gikiewicz konnte aber seine erste Chance nicht gleich nutzen. Im weiteren Verlauf taten sich die Wölfe allerdings schwer, weitere Tormöglichkeiten zu kreieren. Erst William (35.) und Joao Victor (43.) hatten wieder nennenswerte Aktionen. Von Union Berlin war bis dato nichts zu sehen. Sie stabilisierten sich lediglich und machten es den Wölfen schwer, die Führung zu erzielen.

Josip Brekalo mit einem Traumpass

Wenn es spielerisch nicht gelingt, muss oft eine Standardsituation dafür herhalten, damit das Spiel entschieden werden kann. Nach einem Zweikampf zwischen Gästeverteidiger Friedrich und Wölfe-Stürmer Weghorst ertönte der Elfmeterpfiff. Doch der Videoassistent hatte ein Handspiel des Stürmer gesehen. Die VfL-Abwehr, mit nur vier Gegentoren die beste der Liga, war weiterhin beschäftigungslos. Offensiv bedurfte es neuer Ideen. Die brachte Josip Brekalo sofort und legte Wout Weghorst (69.) den Ball vertikal in den Lauf. Der Führungstreffer veränderte das Spiel.

Unions Schlussoffensive ohne Erfolg

Gäste-Trainer Urs Fischer wechselte offensiv. Aber die Grün-Weißen blieben stabil und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Fast hätte Maximilian Arnold (79.) mit einer direkten Ecke Erfolg gehabt. Damit steht der VfL ohne bisher Glanzlichter gesetzt zu haben auf dem zweiten Tabellenplatz.

Zahlen und Fakten zum Spiel

VfL Wolfsburg: Pervan – Knoche, Bruma, Tisserand – William, Guilavogui, Arnold, Steffen (90. Gerhardt) – Mehmedi (66. Brekalo), Weghorst, Victor (82. Klaus)

1.FC Union Berlin: Gikiewicz – Friedrich, Subotic (86. Mees), Schlotterbeck – Trimmel, Gentner (77. Ujah), Andrich, Lenz – Becker (72. Ingvartsen), Andersson, Bülter

Tore: 1:0 Weghorst (69.)

Gelbe Karten: Guilavogui, Bruma / Andrich, Friedrich

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zuschauer: 27.012 am Sonntagnachmittag in der Volkswagen Arena