Frankfurt. Wer hätte das gedacht? Mit einer couragierten Leistung und mutigen Aufstellung gewinnen die Wölfe bei der formstarken Frankfurter Eintracht. Durch Tore von Admir Mehmedi (31.) und Daniel Ginczek (68.) bei einem Gegentreffer von Luka Jovic (87.) gewinnen die Grün-Weißen mit 2:1. Damit ist die erfolgreiche Serie der Gastgeber unterbunden und die Bilanz des VfL mit nun 18 Punkten (5S, 3U, 5N) wieder ausgeglichen.

Offensive Ausrichtung

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia entschied sich für die offensive Variante und setzte auf Admir Mehmedi, Daniel Ginczek und Wout Weghorst. Das VfL-Trio sollte seinerseits Akzente setzen, damit die konterstarken Frankfurter in der Defensive gebunden werden konnten. Überdies hatte das VfL-Trainerteam bei aller Wertschätzung der Offensive des Gastgebers in der Analyse Schwächen bei den Hessen ausgemacht, wenn die erste Pressinglinie überspielt werden kann. Ein hohes Maß an Vertrauen in die eigenen spielerischen Fähigkeiten, das belohnt wurde.

Wölfe gleich gut im Spiel

Die Wölfe versteckten sich von Beginn an nicht und versuchten immer wieder eigene Spielzüge zu initiieren, hatten allerdings Glück als der ausgesprochene Elfmeter (9.) von Schiedsrichter Sascha Stegemann nach Hinweis aus Köln zurückgenommen werden musste. Die Gastgeber drückten trotz ihres Euro League-Einsatzes am Donnerstag weiterhin auf das Tempo. Filip Kostic setzte seine Mitspieler in Szene, so dass de Guzman (14.) den Pfosten traf. Doch der VfL konnte sich befreien und erwiderte mit einem Lattentreffer von Wout Weghorst (27.). Es war ein Lauern auf die bessere Umschaltmöglichkeit. Diese sollte sich dem VfL nach einem Ballverlust von Ante Rebic an der Mittellinie bieten. Über Robin Knoche und Daniel Ginczek gelangte der Ball zu Admir Mehmedi (31.), der seinen Freiraum mit einem überlegten Abschluss zur Führung nutzte.

Wölfe lauerten auf ihre Chance

Nach dem Wechsel peitschten die Zuschauer ihr Team nach vorne. Doch die Wölfe hielten dem Druck stand und blieben jederzeit gefährlich. In der 55. Minute hätte John-Anthony Brooks nach feiner Vorarbeit von Jerome Roussillon für die Vorentscheidung sorgen können. Die fiel nach einer weiteren Balleroberung. Erneut schaffet der VfL das, was ansonsten die Gastgeber ausgezeichnet hatte. Der eingewechselte Gacinovic verlor den Ball, so dass Elvis Rexhbecaj am zweiten Pfosten Daniel Ginczek fand, der per Direktabnahme zum 2:0 traf (68.). Jetzt spielte dem VfL die Belastung der Frankfurter unter der Woche in die Karten.

Kapitän kehrt zurück

Die Wölfe spielten clever und abgezockt, nahmen weiterhin die Zweikämpfe an, so dass den Gastgebern nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Luka Jovic (87.) gelang. Nach sechs Nachspielminuten und der zwischenzeitlichen Einwechselung ihres zurückgekehrten Kapitäns Josuha Guilavogui hatten es die Wölfe mit vereinten Kräften geschafft die viel gelobten Gastgeber mit ihren eigenen Mitteln zu besiegen. Kompliment an das VfL-Trainerteam, das für ihren Mut durch eine couragierte Mannschaftsleistung des Teams belohnt wurde.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Russ, Hasebe, Ndicka – de Guzman (63. Willems), Fernandes (63. Gacinovic) – da Costa, Kostic – Rebic – Haller, Jovic

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt, Rexhbecaj (90.+3 Steffen) – Mehmedi (90. Guilavogui) – Ginczek (82. Uduokhai), Weghorst

Gelbe Karten: Fernandes, Trapp, Russ / Brooks, Weghorst, Pervan, Roussillon, Rexhbecaj, Gerhardt, William

Tore: 0:1 Mehmedi (31.), 0:2 Ginczek (68.), 1:2 Jovic (87.)

Zuschauer: 48.000 am Sonntagabend in der Commerzbank-Arena

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)