Halle an der Saale. Im mit 13.500 Zuschauern ausverkauften HFC Stadion, dem Erdgas Sportpark, entwickelte sich ein packender Pokalfight in der 1. Hauptrunde. Nach regulärer Spielzeit hatte es 3:3 (1:1) gestanden. Für den VfL trafen Wout Weghorst (44.), Yannick Gerhardt (49.) und William (70.). In der Verlängerung setzten sich die Wölfe in Unterzahl beim Drittligisten durch Treffer von Robin Knoche (92.) und Josip Brekalo (94.) durch.

Die Wölfe starteten unter ihrem neuen Cheftrainer Oliver Glasner – wie erwartet- mit der Dreierkette um Robin Knoche, VfL-Kapitän Josuha Guilavogui und John-Anthony Brooks. Auf den Außenpositionen sollten Jerome Roussillon und William für offensive Akzente sorgen. Maximilan Arnold und Yannick Gerhardt waren für das Zentrum zuständig. Im Sturmzentrum ist Wout Weghorst gesetzt, der von Felix Klaus und Neuzugang Joao Victor flankiert wurde.

Treffer kurz vor der Pause

In der ersten halben Stunde geschah nicht viel, da der Drittligist bemüht war, keine Umschaltmomente zuzulassen und kompakt verteidigte. Der erste Jubel währte nur kurz, da Wout Weghorst aus Abseitsposition eingeköpft hatte (14.). Die Angriffe der Wölfe liefen häufig über die linke Seite mit Jerome Roussillon und Joao Victor. Doch es happerte oft noch an der Feinabstimmung. In der 43. Minute die Führung der Gastgeber als Felix Drinkuth einen abgewehrten Ball von der Strafraumkante volley verwandelte. Der VfL glich im Gegenzug durch Wout Weghorst aus (44.), der die Vorarbeit von Joao Victor verwertete.

Ausgleich in der Nachspielzeit

Die Wölfe kamen fokussiert aus der Kabine und zeigten sich dominant. Nach zwei Ecken die Führung durch Yannick Gerhardt (49.), der im Strafraum nach einem Roussillon-Schuss verwandeln konnte. Der Ausgleich durch Sebastian Mai (57.) fiel nach einer Standardsituation, die der VfL nicht konsequent verteidigt bekam. Die erneute Führung resultierte wieder aus einem Schuss des Linksverteidigers Jerome Roussillon, den HFC-Torwart Eisele nicht festmachen konnte. William bedankte sich mit dem dritten Wolfsburger Treffer (70.). Mit der gelb-roten Karte von VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (89.) bekamen die Hallenser nochmal Oberwasser. In der vierminütigen Nachspielzeit warfen sie alles nach vorne und wurden belohnt. Ex-Einträchtler Mathias Fetsch nutzte die inkonsequenten Abwehrversuche nach einem weiteren Standard und glich aus (90.+1). Das Momentum hatte sich gedreht. So schien es.

Wölfe zeigen Moral und Willen in Unterzahl

In Unterzahl zeigten die Wölfe ihre individuelle Klasse und entschieden das Spiel in der Verlängerung mit einem frühen Doppelpack von Robin Knoche (92.) und Josip Brekalo (94.). Die Testspiele über 120 Minuten kamen ihnen auch körperlich in dieser Situation zugute.

Zahlen und Fakten zum Spiel

Hallescher FC: K. Eisele – Kastenhofer (99. Hansch), Mai, Landgraf, Bahn, Jopek, P. Göbel (79. Fetsch), F. Drinkuth, Sohm – Boyd, Nietfeld (75. Papadopoulos)

VfL Wolfsburg: Casteels – Knoche, Guilavogui, Brooks – William (115. Mbabu), Gerhardt, Arnold, Roussillon (85. Steffen) – Klaus (64. Brekalo), Weghorst – Joao Victor (90. Uduokhai)

Tore: 1:0 F. Drinkuth (43.), 1:1 Weghorst (44.), 1:2 Gerhardt (49.), 2:2 Mai (57.), 2:3 William (70.), 3:3 Fetsch (90.+1), 3:4 Knoche (92.), 3:5 Brekalo (94.)

Gelbe Karten: Kastenhofer, Landgraf, Mai / Brooks, William

Gelb-Rote Karte: Guilavogui (90.)

Zuschauer: 13.500 am Montagabend im Erdgas Sportpark in Halle/Saale (ausverkauft)

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)