Wolfsburg. Am ersten Spieltag der neuen Fußball-Bundesliga-Saison 2020/2021 startete der VfL Wolfsburg gegen Bayer 04 Leverkusen coronabedingt vor 500 Zuschauern mit einem 0:0-Unentschieden. Beide Teams spielten technisch versiert im gleichen Spielsystem. Die wenigen Torchancen konnten auf beiden Seiten nicht verwertet werden.

Das VfL-Trainerteam startete auf den offensiven Außenpositionen mit Josip Brekalo und Joao Victor. In der Innenverteidigung begann neben Abwehrchef John-Anthony Brooks der 20-jährige Neuzugang Maxence Lacroix. Renato Steffen besetzte die rechte Seite der Viererkette.

Beim Gast aus Leverkusen verzichtete Coach Peter Bosz darauf seinen neuen Stürmer Patrik Schick gleich von Beginn an aufzustellen.

Beide Teams in ähnlicher Spielweise

Beide Teams traten mit einem klaren Matchplan im 4-3-3-Spielsystem an. Die schnellen Außenbahnspieler sollten Druck erzeugen. Der Weg in den Rücken der gegnerischen Abwehr war das Ziel. Im Mittelfeld war ein Abnutzungskampf ähnlicher Spielertypen zu beobachten. Die ersten drei Ecken gehörten den Gästen aus Leverkusen, die von kleinen Abstimmungsfehlern in der VfL-Abwehr profitierten. Die Grün-Weißen gingen in ein frühes Pressing, teilweise mit sieben Spielern gegen den Ball in der gegnerischen Hälfte. Mehrere starke Ballgewinne waren die Folgen, allerdings brachte insbesondere Xaver Schlager den finalen Pass nicht zum Mitspieler.

Maxence Lacroix überzeugt in der Innenverteidigung

VfL-Neuzugang Maxence Lacroix war gleich mehrfach in seinen ersten 45 Bundesligaminuten gefordert. In der zehnten Spielminute rettete er riskant mit einem vergleichsweisen Torschuss zur Ecke. Später (24.) musste er in letzter Not nach einer gelungenen Kombination der Gäste gegen Florian Wirtz retten. Die Leverkusener waren der erwartet starke Gegner. Die Wölfe warteten mit Fernschüssen von Xaver Schlager (19.) und Josip Brekalo (30.) auf. Maximilian Arnold (32.) zirkelte einen Eckstoss an den rechten Außenpfosten. In der 33. Minute kam John-Anthony Brooks nach einer Flanke von Admir Mehmedi völlig frei zum Kopfball. Das hätte der Führungstreffer sein müssen! Ebenso verpasste Wout Weghorst (42.), der nach einem Mehmedi-Zweikampf vor Lukas Hradecky auftauchte, den Ball aber nicht versenken konnte.

Abseitstreffer der Wölfe

Die zweite Halbzeit begann ohne Wechsel, obwohl weiterhin fünf Einwechselspieler an den Start gebracht werden dürfen. Zunächst übernahmen die Gäste die Spielkontrolle. Die Wölfe lauerten auf Umschaltsituationen und schlossen nach schöner Kombination von Renato Steffen auf Joao Victor durch Admir Mehmedi (57.) erfolgreich ab. Der Treffer fand allerdings keine Anerkennung. Victor hätte kurz entschlossen selber abschließen müssen, um die Abseitsposition auszuschließen. Auf der Gegenseite musste Koen Csteels mit einer gelungenen Fußabwehr gegen Moussa Diaby (63.) retten.

Joao Victor ohne Spielglück

In der Folgezeit war der VfL am Drücker, doch die letzte Präzision fehlte. Josip Brekalo (68.) wurde abgeblockt, Joao Victor (73., 74.) fehlte der Torjägerinstinkt. In der 80. Minute fehlte Wout Weghorst als Knipser im Zentrum nach einer guten Eingabe von Yannick Gerhardt. Die Gäste ließen noch einmal durch einen Bender-Kopfball aufhorchen, der ähnlich wie John-Anthony Brooksden Treffer des Tages hätte markieren müssen.

Unter dem Strich eine Punkteteilung die in Ordnung geht. Spielerisch haben beide Mannschaften unter Beweis gestellt, dass mit ihnen im Kampf um einen europäischen Startplatz wieder zu rechnen sein wird.

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