Berlin. Der VfL Wolfsburg lag zur Pause bei Union Berlin nach einem Fehler von Koen Casteels mit 0:1 (41.) zurück. Doch das Spiel wurde nach dem Treffer zur Nebensache, da viele Unverbesserliche erneut Diffamierungsaktionen gestartet hatten. Letztlich holten die Wölfe durch Treffer von Yannick Gerhardt (60.) und Wout Weghorst (81.) noch einen Auswärtspunkt.

Das VfL- Trainerteam ersetzte Xaver Schlager durch Maximilian Arnold und brachte mit Daniel Ginczek eine zweite Sturmspitze. Dafür musste Admir Mehmedi erstmal auf die Bank.

Lange passierte nicht viel „An der Alten Försterei“. Die Gastgeber standen sehr tief und warteten auf die Initiative der Wölfe. Doch die hatten nicht wirklich eine Idee wie sie sich durch das 5-4-1-Bollwerk der Unioner dribbeln sollten. Erst nach 15 Minuten der erste Versuch von Wout Weghorst mit einem Schnittstellenpass seinen Sturmpartner Ginczek zu erreichen. John-Anthony Brooks wurde sogar kalt, obwohl nach dem Starkregen wieder die Sonne ins Stadion strahlte. Er ließ sich Handschuhe zuwerfen.

Wölfe mit den ersten Chancen

Kurz Zeit später (22.) hätte er nach einer Doppelchance von Wout Weghorst zur Stelle sein können. Aber die Unioner verteidigten mit vereinten Kräften und etwas Glück. Erneut Weghorst (26.) und Renato Steffen (29.) blieben im Torabschluss zu ungenau. Nach 30 Minuten begann der erste Fan-Protest im Union-Block. Im Spiel hatten die Köpenicker mit 66 Prozent gewonnener Zweikämpfe zwar nicht die Oberhand, aber situativ das Momentum auf ihrer Seite. Maximilian Arnold biss sich an seinem Gegenspieler und Ex-Wolf Christian Gentner fest, der sein 400. Bundesligaspiel bestritt, fest und kassierte den gelben Karton.

Casteels greift daneben

Nach dem Fehlgriff von Koen Casteels (41.) war Union-Torjäger Sebastian Andersson zur Stelle. Doch das Tor entfesselte im Union-Block die Unvernunft. Trotz der Führung der eigenen Mannschaft wurden erneut Plakate gegen den Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim Dietmar Hopp ausgerollt. Das Spiel wurde fast 15 Minuten unterbrochen und stand kurz vor dem Abbruch.

Die Wölfe kamen gut aus der Pause, aber Wout Weghorst (50.) konnte die präzise Otavio-Flanke volley nicht gezielt verarbeiten. Auch Arnold’s Volleyschuss fand nicht das Union-Tor. Dafür zeigten die „Eisernen“ einmal mehr ihre Stärke bei Standardsituationen. Der starke Christopher Trimmel flankte auf Marvin Friedrich, der beweglicher als die VfL-Abwehr zum 2:0 (56.) für die Hausherren einköpfte.

Wölfe zeigen Moral

Wenig später zeigten Maximilian Arnold mit dem überraschenden Zielspieler Yannick Gerhardt (60.), dass sie ebenfalls Standards per Kopf verwandeln können. Beide Teams brachten frische Kräfte. Bei den Wölfen ersetzte Joao Victor den sehr blass gebliebenen Daniel Ginczek. Nachdem die „Eisernen“ zuvor den Patzer von John-Anthony Brooks (77.) nicht genutzt hatten, war Wout Weghorst (81.) nach sehenswerter Vorarbeit von Victor zur Stelle. Der VfL war drauf und dran das Spiel noch komplett umzubiegen, doch ein Treffer des eingewechselten Admir Mehmedi (90.+1) wäre des Guten wahrscheinlich auch zuviel gewesen.

Der Sprung auf Platz 6 ist somit zwar nicht gelungen, aber Moral und Spielanlage gegen einen unbequemen Gegner hatten gestimmt.

Statistik zum Spiel

Union Berlin: Friedrich, Schlotterbeck, Subotic – Trimmel, Gentner (73. Prömel), Andrich, Lenz – Malli (66. Ingvartsen), Andersson, Bülter (83. Ryerson)

VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Knoche, Brooks, Otavio – Gerhardt, Arnold – Steffen (63. Mehmedi), Brekalo (89. Klaus) – Ginczek (78. Victor), Weghorst

Tore: 1:0 Andersson (41.), 2:0 Friedrich (56.), 2:1 Gerhardt (60.), 2:2 Weghorst (81.)

Gelbe Karten: Andrich / Arnold, Steffen

Zuschauer: 22.000 am Sonntagmittag im Stadion An der Alten Försterei

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here