Leipzig. Vor 41.212 Zuschauern in der Red Bull-Arena blieben die Wölfe beim Tabellendritten RB Leipzig chancenlos. Durch die frühen Treffer von Kevin Kampl (16.) und Timo Werner (28.) ging die VfL-Taktik nicht auf. Eine Aufholjagd gelang durch die defensive Stärke der „roten Bullen“ nicht.

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia veränderte seine Startelf auf zwei Positionen. Für Josip Brekalo rückte der zuletzt gelbgesperrte Maximilian Arnold in die Mannschaft. Marcel Tisserand spielte für den kurzfristig verletzten William auf der rechten Position in der Viererkette.

Auch aufgrund dieser Personalie starteten die Wölfe aus einer tiefstehenden Grundformation, um ihrerseits auf ein schnelles Umschaltspiel zu setzen.

Bei den Leipzigern fehlten der Torjäger Yousef Poulsen und der gelbgesperrte Willy Orban.

Die Leipziger übernahmen die Initiative, allerdings auch taktisch von den Wölfen provoziert. Eine mögliche Umschaltsituation über Admir Mehmedi (8.) erstickten die „roten Bullen“ mit ihrem Gegenpressing im Keim. Die Hausherrn bearbeiteten die Defensive der Grün-Weißen und kamen frühzeitig zum Erfolg. Erst steckte Kevin Kampl auf Emil Forsberg durch (14.), aber Pavao Pervan war auf dem Posten. Kurze Zeit später eroberten die Leipziger nach einer eigenen Ecke den Ball zurück, so dass Kevin Kampl (16.) den Ball unbedrängt von der Strafraumgrenze ins VfL-Tor schlenzen konnte. In der 28. Minute fingen die Gastgeber einen Pass von Maximilian Arnold weit in ihrer Hälfte ab und starteten in typischer Manier den Gegenangriff. Marcel Sabitzer setzte Timo Werner sensationell in Szene, der den Ball hinter Robin Knoche per Schnellangriff einköpfen konnte. Erst in der 33. Minute ging die Wolfsburger Taktik auf. Ebenfalls im Umschaltspiel setzte Arnold unter Bedrängnis Admir Mehmedi ein, der aber frei vor RB-Torwart Gulacsi das Tor verfehlte. Die Gegentore schienen von den Wölfen verdaut worden zu sein. Sie gingen noch vor der Pause mutiger in die Offensive, doch gegen die beste Abwehr der Bundesliga gelang kein Treffer.

Nach dem Seitenwechsel waren die „roten Bullen“ gleich wieder präsent und drängten auf die Entscheidung. In der 47. Minute lag der Ball gleich wieder im VfL-Netz. Nach einer Flanke von Marcel Halstenberg war erneut Timo Werner zur Stelle, aber zum Glück für die Wölfe knapp im Abseits. Der eingewechselte Daniel Ginczek (52.) setzte ein Zeichen mit einem Volleyschuss nach einem Durchbruch von Marcel Tisserand über die rechte Seite. Das VfL-Trainerteam wechselte weiter offensiv, wodurch sich die Gastgeber weiter zurückzogen und ihr ureigenes Umschaltspiel aufzogen. Timo Werner (70.) setzte sich schnellfüßig durch und hätte alles klar machen können. Doch Pavao Pervan reagierte glänzend. Erneut Timo Werner (85.) und Emil Forsberg (87.) waren näher am nächsten Leipziger Tor, als die Wölfe am Anschlusstreffer. Die Gastgeber standen stabil und ließen nichts mehr zu.

Da die Konkurrenz erfolgreich war, rutschten die Wölfe aus den internationalen Rängen und können morgen von der TSG Hoffenheim sogar noch auf Platz 9 verdrängt werden.