Wolfsburg. Nach der höchsten Auswärtsniederlage in der Bundesliga-Geschichte des VfL heißt es für die Wölfe wieder an vorherige Leistungen anzuknüpfen. Alles andere als ein Sieg am Samstag, den 16. März um 15.30 Uhr in der VW-Arena gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf dürfte daher eine Enttäuschung sein. Der bevorstehende Trainerwechsel zum Saisonende wird das Geschehen nicht beeinflussen.

VfL will eine Reaktion zeigen

Die Wölfe machten keinen Hehl daraus, dass auch die Höhe der Niederlage in München mit 0:6 den gezeigten Leistungen entsprach. Nach dem 0:3 wäre die Mannschaft in alte, bereits vergessene Verhaltensmuster verfallen. Um so wichtiger wird die Reaktion auf „die schwächste Saisonleistung“ sein. Mit drei Punkten Rückstand auf die Europa League-Ränge steht der VfL immer noch auf einem hervorragenden siebten Tabellenplatz.

Variabilität für die Offensive

Noch kann VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia auf seinen verletzten Stürmer Daniel Ginczek nicht zurückgreifen. Auch bei Wout Weghorst kann eine fünfte Karte zu einer Gelbsperre führen. Daher wird die sogenannte „Verkehrte Neun“ für den VfL ein interessantes Stilmittel, falls einmal beide Stoßstürmer ausfallen sollten. Felix Klaus im Spiel gegen Werder Bremen oder aber auch Renato Steffen durften bisher neben Wout Weghorst in der Sturmspitze agieren. Admir Mehmedi ist eher der „Freigeist“, der die zentrale Sturmspitze auf seine Art interpretieren würde. Das VfL-Trainerteam hat diesbezüglich im eigenen Kader Lösungsmöglichkeiten, die auch schon gegen Fortuna Düsseldorf angedacht werden müssen.

Die Fortuna, gecoacht vom erfahrensten Trainer der Liga Friedhelm Funkel, hat als Aufsteiger mit Platz 12 und bereits erreichten 31 Punkten bisher überrascht. Besonders der 4:0-Auswärtssieg „auf Schalke“ vor zwei Wochen erstaunte die Experten. Mit schnörkellosem Umkehrspiel und schnellen Konterspielern sind die Fortunen nicht zu unterschätzen. Der VfL wäre gut beraten, immer eine gute Absicherung herzustellen. Denn den Ballbesitz überlassen die Hauptstädter aus Nordrhein-Westfalen gerne dem Gegner. Vor allem, wenn sie auswärts als vermeintlicher „Underdog“ auftreten.

Die Entwicklung der letzten Tage dürfte dabei aus unserer Sicht keinen Einfluss auf das Spiel nehmen. Es hatte sich abgezeichnet, dass es keine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit des VfL-Trainerteams geben würde. (Ein Kommentar unsererseits wird folgen!) Um so mehr werden alle Beteiligten einschließlich der Mannschaft bestrebt sein, den maximalen Erfolg herzustellen.

Rundschau-Tipp

Die Wölfe zeigen wieder Zähne und gewinnen gegen sehr unangenehm zu bespielende Düsseldorfer Fortunen mit 2:1.