Es ist angerichtet! Eintrachts Braunschweigs Mitstreiter in Liga 3 haben im Grunde für die Eintracht gespielt, und die Löwen können heute Abend um 19 Uhr gegen Zwickau Boden gut machen. Ein Sieg und Blau-Gelb ist Dritter, punktgleich mit dem Zweiten aus Halle. Leicht gesagt, schwer umzusetzen. Aber, wenn nicht jetzt, wann dann?

Denn die Mitgliederversammlung des Vereins in der vergangenen Woche hat deutlich gemacht, an alles andere als ein Aufstieg in Liga 2 kann und darf gar nicht gedacht werden. Die Finanzen verbieten das.

In der vergangenen Saison gab es über 4 Millionen Euro Verlust, die aktuelle dürfte auch mit einem Minus von mindestens 3 Millionen Euro zu Buche schlagen. Da reicht das Kapital dann maximal noch für eine weitere Saison in der ungeliebten Klasse. Da muss niemand lange philosophieren, was denn das Ziel der Eintracht sein soll?

Eintracht kann mithalten

Und die Löwen stehen gut da. Vorn dabei, das hatte so niemand auf dem Plan zu Saisonbeginn. Und Chancen, die sich bieten, muss man nutzen. Ein, zwei sinnvolle Verstärkungen in der Winterpause und Eintracht Braunschweig spielt definitiv um den Aufstieg mit. Denn die Zweitligaabsteiger Ingolstadt und Duisburg spielen definitiv keinen besseren Fußball. Halle und Unterhaching schon gar nicht.

Für Eintracht-Trainer Marco Antwerpen ist die heutige Partie quasi der Schlüssel für die richtige Tür. Dass er dabei gefordert ist, Umstellungen sinnvoll vorzunehmen, macht die Sache nicht leichter. Dass mit Benjamin Kessel auf der rechten Verteidigerposition ein Stammspieler ausfällt, schmerzt besonders. Denn sein Backup, Alfons Amade, ist verletzt. 

Gut möglich, dass dafür Robin Becker auf die rechte Position zurückkehrt. Für ihn könnte Burmeister in der Innenverteidigung auflaufen. Robin Ziegele jedenfalls scheint rechtzeitig genesen zu sein. Seinem Einsatz steht wohl nichts im Wege.

Spielt Kobylanski?

Ob das auch für Martin Kobylanski gilt, wird sich zeigen. Der Techniker musste diese Woche ein wenig passen. Aber vielleicht ist das auch nur der Abteilung Fake-News entnommen, um dem Gegner das Leben etwas schwerer zu gestalten. Mike Feigenspan dürfte das alles egal sein, würde er wohl dadurch in die Startelf rücken. Ein ganz neues Gefühl für den Edeljoker.

Vorn hat Antwerpen eh keine große Auswahl, hier kann und muss er Proschwitz, Ademi oder Bär das Vertrauen schenken. Das sollte für Zwickau reichen. Die Sachsen sind in der laufenden Spielzeit mit erst zwei Auswärtssiegen und neuen Treffern in fremden Arenen nicht gerade furchteinflößender Tabellenzwölfter.

An die eigenen Stärken glauben

In diesem Sinne sollte die Begegnung heute Abend im Eintracht-Stadion zwar wohl kein Leckerbissen, aber dennoch ein erfolgreicher Schritt in Richtung Liga 2 werden. Doch im Vorbeigehen sind die Zwickauer nicht zu besiegen. Gegen Preußen Münster setzte die Elf von Trainer Joe Enochs mit dem 4:2-Erfolg ein warnendes Zeichen.

Doch Spiele gewinnt man nicht durch zu großen Respekt für den Gegner, sondern durch den Glauben an die eigenen Stärken. Und die sprechen auf dem Papier für die Löwen.